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Fußball: Trennung dementiert – aber keine Jobgarantie für Hagens Trainer Eldar Zahirovic

Nur ein Missverständnis?

BEZIRK HANNOVER. Ist Eldar Zahirovic noch Trainer von Germania Hagen - oder nicht? Hagens Vize-Vereinschef Nils Lippert will sich öffentlich nicht zur Trainerfrage äußern, die vereinsintern für mächtig Wirbel sorgte.

veröffentlicht am 03.02.2018 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.02.2018 um 12:20 Uhr

Eldar Zahirovic steht als Trainer von Germania Hagen unter Erfolgsdruck. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Bei Nils Lippert stand in den vergangenen Tagen das Telefon nicht mehr still. Am Apparat waren viele Fußballer von Germania Hagen, die von ihrem Teammanager und Vize-Vereinschef wissen wollten, ob es stimmt, dass sich der in Abstiegsgefahr schwebende Fußball-Bezirksligist von seinem Trainer Eldar Zahirovic getrennt hat. Dieses Gerücht, das Lippert gegenüber der Dewezet dementierte, kursiert sein einigen Tagen in Hagens Spielerkreisen und der heimischen Fußball-Szene.

Bei Germania Hagen gibt es laut Lippert keine Trainerdiskussion. Das Ganze sei angeblich nur ein Missverständnis gewesen – mehr nicht. Es sei bei einem Gespräch mit dem Trainer lediglich die prekäre sportliche Situation analysiert und sehr lebhaft diskutiert worden. Das Ergebnis: Zahirovic bleibt der Chef auf der Hagener Bank. Vorerst zumindest, denn eine Jobgarantie bekam Zahirovic von Lippert, der sich zur Trainerfrage öffentlich nicht äußern möchte, aber nicht. Fest steht: Hinter den Kulissen des Vereins rumort es, aber Hagens Coach will sich davon nicht ablenken lassen und sich voll und ganz auf die Rückrunde konzentrieren: „Die wird brutal schwer. Wir haben insgesamt noch 20 Spiele. Das wird aufgrund der vielen englischen Wochen ein hartes Stück Arbeit für uns.“ Das macht auch der Blick auf die Tabelle deutlich: Hagen ist mit zehn Punkten als Zwölfter punktgleich mit dem VfL Borsum, der auf einem Relegationsplatz steht und nur einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Nach den beiden Siegen zum Saisonstart gegen Schliekum (3:1) und Almstedt (2:1) folgte eine Sieglos-Serie mit vier Remis und vier Niederlagen.

„Die Unentschieden waren für uns gefühlte Niederlagen, die uns viele Punkte gekostet haben“, so Zahirovic. Für Hagens Coach gibt es aber trotz der prekären Lage noch keinen Grund zur Panik: „Es ist noch alles möglich. Theoretisch könnte selbst Afferde als Tabellenführer noch absteigen. Afferde hat schon 15 Spiele gemacht, wir erst zehn.“ Sollte Hagen alle fünf Nachholspiele gewinnen, hätten die Germanen 25 Punkte. Das ist aber eine theoretische Rechnung.

Dass die Germanen nach der Winterpause mit einer Siegesserie starten, glaubt niemand. Immerhin hat Hagen seit dem 13. August 2017 kein Punktspiel mehr gewonnen. Der letzte Sieg ist schon fast sechs Monate her. Und auch die beiden klaren Testspielniederlagen gegen Barntrup (1:7) und Hövelhof (1:8) machen wenig Mut. Hinzu kommen die Verletzungsmisere und Grippewelle: Mit Florian Büchler, Abbas und Yousof Issa, Kiala Mbauzulu, Marco Heetel, Alex Marter, Georgios Konstantinidis, Marvin Steinwedel und Torwart Artjom Grincenko fällt zurzeit fast eine komplette Startelf aus.

Trotzdem glaubt Hagens Coach Zahirovic an sein Team: „Wir haben in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft, obwohl uns einige schon abgeschrieben hatten, und wir werden es wieder gemeinsam schaffen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nie aufgebe.“

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