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50 Ruderer legen sich beim 1. Ergo-Cup des RV Weser kräftig in die Riemen

Nur der Schweiß spritzt

HAMELN. Wenn die Ruderer an den Riemen reißen, spritzt normalerweise das Wasser. Diesmal spritzte nur der Schweiß. Denn beim 1. Hamelner Ergo-Cup des RV Weser saßen die 50 Teilnehmer nicht im Boot, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen: an fünf Rudersimulatoren (Ergometer).

veröffentlicht am 20.11.2017 um 16:10 Uhr

Ziehen kräftig an der Ergometer-Kette: Die Hamelner A-Junioren Nick Armgardt und Paul Grupe. Fotos (2): haje
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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In der kleinen Sporthalle der Hermannschule war es richtig laut: Aus den Lautsprechern dröhnte „The Final Countdown“ – der Kult-Hit der schwedischen Hard-Rock-Band Europe. Und das Publikum feuerte die von nah und fern angereisten Athleten, die sich im Kampf jeder gegen jeden kräftig in die Riemen legten, lautstark an, während sich die auf den kleinen Monitoren dargestellten Boote Millimeter für Millimeter der imaginären Ziellinie entgegenbewegten. Doch es wurde kein Videospiel gespielt, sondern Leistungssport betrieben.

Während die Ruderer bis zur Erschöpfung an der Kette zogen und im Rhythmus auf den kleinen Sitzen vor und zurück rutschten, maß ein Computer die Leistung und rechnete sie in zurückgelegte Meter um. Und das war echt anstrengend. Das bekam auch Joelle Edler zu spüren, die – trotz langer Verletzungspause bei den Frauen über die 500-Meter-Strecke triumphierte. Bei den Männern gewann der Kieler Jakob Grafe, der vor wenigen Wochen bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Einer Bronze gewann. Das Duell mit Hamelns ehemaligem Olympiateilnehmer Michael Ruhe fiel ins Wasser. Der Ex-Schlagmann des Deutschland-Achters sagte krank ab, war aber Zuschauer in der Halle.

„Spannend war auch das Betreuer-Rennen über 350 Meter, das Sebastian Schulte vom RVW für sich entscheiden konnte. Als Sonderpreis gab es ein Päckchen Kaffee und Schokolade als Nervennahrung“, sagte Pressesprecherin Anne Gerlach.

M. Ruhe
  • M. Ruhe

Der Höhepunkt war die Staffelrennen, bei denen es dann richtig laut wurde. Während der Mündener RV mit zwei Hundertstel Sekunden den offenen Mixed-Vierer für sich entscheiden konnte, spielte beim Achter-Rennen die Zweitligamannschaft des RV Weser mit Unterstützung ihres Trainers Christian Wellhausen ihre Sprintstärke aus. Für den Sieg gab es einen neuen Wanderpokal.

„Insgesamt scheint Rudern ein Familiensport zu sein. Nicht nur, dass einige wie Felix Brand und Henrik Fleige in die Fußstapfen ihrer Väter treten, auch einige Geschwisterpaare holten in ihren jeweiligen Rennen erste Plätze – wie zum Beispiel die Geschwister Djekovic und Rommel vom Mündener RV oder die Geschwister Burgdorf, Edler und Schaper aus Hameln“, so Gerlach. Nach der erfolgreichen Premiere des Ergo-Cups soll es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben. Denn Indoor-Rudern ist für die „Ergomanen“ in den Herbst- und Wintermonaten der perfekte Fitness-Sport, um Kraft und Ausdauer zu trainieren. Und sich im Wettkampf zu messen. Selbst wenn es draußen regnet, stürmt oder schneit.

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