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Timo Thomas beendet Karriere beim VfL

Noch einmal mit viel Biss

Hameln. Samstag bestreitet Timo Thomas sein letztes Spiel für die Basketballer des VfL Hameln. Vor der Heimpartie gegen den TSV Quakenbrück stand der Topscorer der Dewezet-Sportredaktion noch einmal Rede und Antwort.

veröffentlicht am 15.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:42 Uhr

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Die Saison in der 2. Basketball-Regionalliga geht zu Ende. Samstag ab 19 Uhr haben die Herren des VfL Hameln gegen den TSV Quakenbrück ihr letztes Spiel. Und für Topscorer Timo Thomas wird es das letzte Spiel im VfL-Trikot. Er wird seine erfolgreiche Regionalliga-Karriere beenden.

Aufhören wollten Sie doch schon vor einem Jahr. Ist es nun ernst?

Ja. Vor einem Jahr hatte ich mich noch einmal überreden lassen. Aber jetzt ist dieser Entschluss über die Saison immer weitergereift. Mit meiner Familie und auch mit Manager Heinrich Lassel ist das alles beschlossen.

Und was waren die Gründe?

Ich bin jetzt 36 Jahre alt. 18 Jahre Basketball reichen. Ich will nicht irgendwann so enden, dass ich nur noch auf der Bank sitze und für wenige Minuten spiele. Wichtiger ist mir aber, dass ich auch mehr Zeit für die Familie habe. Ich werde bald zum zweiten Mal Vater. Und dann werden andere Dinge wichtiger. In den Zoo gehen oder den Kindern beim Aufwachsen zusehen zum Beispiel.

Aber die Basketballer des VfL waren doch auch immer wie eine Familie?

Auf jeden Fall. Hameln wird immer mein Zuhause bleiben. Ich habe dort alles gelernt. Erst Trainer Nicu Lassel hat mich, seitdem ich als Jugendlicher zum VfL gekommen bin, zu dem gemacht, was ich heute bin. Und Heinrich Lassel ist einfach der liebste Mensch, den ich kenne. Fast wie ein Vater. Für seine Basketball-Abteilung macht er völlig ehrenamtlich viel mehr, als andere Manager das für 4000 Euro Gehalt machen.

Bleiben Sie denn Hameln in anderer Form erhalten?

Als Fan und Besucher auf jeden Fall. Von meiner Schule sind es nur zwei Minuten zu Heinrich Lassels Haus. Ich werde bestimmt oft auf einen Kaffee vorbeikommen. Und wenn es geht, schaue ich mir auch die Spiele an. Mein Sohn Leo liebt es auch, bei den Heimspielen zu sein. Und auch er liebt Heinrich.

Als Trainer haben Sie vergangenes Jahr in Barsinghausen angeheuert. Bleiben Sie dort?

Ja. Auch da war es eine Supersaison. Wir sind mit nur einer Niederlage in die Oberliga aufgestiegen. Vielleicht werde ich in der nächsten Saison auch dort ein paar Spiele machen – wenn ich noch nicht ganz mit dem Sport aufhören kann. Aber mit weniger Training, weniger Zeitaufwand und kürzeren Fahrten.

Und was erhoffen Sie sich für Ihr letztes Spiel in Hameln?

Natürlich einen Sieg. Dann hätten wir mit zwölf Erfolgen in einer Saison die beste Saison in der Vereinsgeschichte gespielt. Damit möchte ich mich verabschieden.

Und wie wird der Abschied emotional?

Innerlich habe ich schon jetzt ein paar Tränen geweint. Vielleicht kommen nach dem Spiel auch richtige Tränen. Vielleicht auch bei Heinrich oder bei uns beiden.

Interview: Matthias Henning



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