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Tünderns erkrankter Juniorenkicker hat noch einen Herzenswunsch: Ein Besuch in Nigeria

Noahs Kampf gegen den Krebs

HAMELN-PYRMONT. Der kleine Noah Acha kämpft gegen den Krebs. Tünderns schwer erkrankter Juniorenkicker hat noch einen Herzenswunsch: Ein Besuch bei seinen Verwandten in Nigeria. Damit der in Erfüllung geht, haben seine Freunde für ihn ein Spendenkonto eingerichtet.

veröffentlicht am 14.02.2018 um 14:26 Uhr
aktualisiert am 14.02.2018 um 17:15 Uhr

Kämpft gegen den Krebs: Noah Acha
Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Er möchte doch einfach nur Fußball spielen wie früher und glücklich sein, wie alle seine Freunde – aber das ist dem elfjährigen Noah Acha nicht mehr vergönnt. Sein Schicksal ist ebenso unfassbar wie traurig. Der hochtalentierte Nachwuchskicker des HSC BW Tündern ist an Krebs, dem sogenannten Nut Karzinom, erkrankt. Und das unheilbar.

Eine nieder schmetterende Diagnose für ein Kind, das eigentlich noch sein ganzes Leben vor sich haben sollte. Und ein ganz schwerer Schicksalsschlag für seine Eltern und alle, die ihn gerne haben. Der dunkle Schatten dieser heimtückischen Krankheit tauchte plötzlich im Sommer 2017 auf und zog eine wahre Odyssee durch diverse Spezialkliniken nach sich. Bis heute.

Aber weder Operationen noch Medikamente konnten Noah wirklich helfen. Der Krebs blieb hartnäckig und unerbittlich – auch wenn es zwischenzeitlich tatsächlich sogar einen äußerst minimalen Hoffnungsschimmer auf eine Besserung gab.

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Nun aber scheint der große Kampf um sein Leben für den jungen Fußballer aussichtslos zu sein. Denn genau das eine Wundermittel, was diesen Krebs möglicherweise besiegen könnte, gibt es weltweit noch nicht auf dem Markt – und so ist selbst die moderne Schulmedizin im Fall von Noah Acha mit ihrem Latein am Ende und hat kapituliert.

Vorerst jedenfalls, denn seine Behandlung im Krankenhaus wurde Anfang Februar von den Ärzten ausgesetzt. Das Ende aller Hoffnungen? „Wir alle sind sprachlos und unglaublich traurig“, musste auch Trainer Marcel Dempewolf diese neue Hiobsbotschaft erst einmal verkraften. Er besucht seinen Schützling, der ihm mit seiner Begeisterung für den Fußball so viel Freude bereitet hat, regelmäßig am Krankenbett und will nur noch eines – helfen, wo er jetzt noch helfen kann.

Und der kleine Noah, der sein schweres Schicksal versucht, so gut es überhaupt irgendwie geht, zu meistern, hat Dempewolf dabei auch noch einen Herzenswunsch genannt: Er möchte so gerne noch einmal mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester nach Nigeria reisen und dort seine vielen Verwandten besuchen. Oma, Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen warten auf ihn. Doch der finanzielle Aufwand übersteigt die Möglichkeiten seiner Familie. Und genau hier will Marcel Dempewolf nun ansetzen und hat bereits ein Spendenkonto für Noah eingerichtet.

„Jeder Betrag wird helfen, um möglicherweise auch noch weitere Heilverfahren und Therapien finanzieren zu können. Wir hoffen, dass wir viele Menschen erreichen“, macht er deutlich. Auch der HSC BW Tündern, seine Mannschaftskollegen von den D-Junioren und sein ehemaliger Verein Bodenwerder/Kemnade wollen alles dafür tun, um Noah Acha diesen Herzenswunsch noch zu erfüllen.

Information

Spendenkonto

Wer für Noah Acha spenden möchte, kann dies im Internet unter www.leetchi.com/c/soziales-von-noah-acha tun.

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