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Die Meister der 3. Kreisklasse: Titel-Partys in Brünnighausen und Emmerthal

Nicht nur die Bayern können feiern

Brünnighausen/Emmerthal. Es muss nicht immer gleich das Triple sein. Als der FC Bayern nach dem Gewinn der Meisterschaft, dem Champions- League-Erfolg und dem DFB-Pokalsieg auf dem Münchener Rathaus-Balkon den Dreifach-Triumph ausgiebig feierte, bejubelten auch die Mühlenbach-Kicker des TSV Brünnighausen (Staffel 1) und die Fußballer der TSG Emmerthal III (Staffel II) ihre Titel in der 3. Kreisklasse. Denn nicht nur die Bayern können feiern …

veröffentlicht am 13.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

In Brünnighausen ging bei der Titel-Party mächtig die Post ab. Weil es in dem knapp 500 Einwohner zählenden Dorf kein Rathaus gibt, tummelten sich die Hobbykicker des TSV auf dem Balkon vom Vize-Vereinschef Manfred Kaminski, um fürs obligatorische Meisterfoto zu posieren. Mittendrin statt nur dabei: Andreas Meissner. Der „Bub aus Brullsen“, der nach seinem Engagement beim SC Börry als Trainer vier Monate „arbeitslos“ war, wurde von Ralf Feuerhake im Januar beim Tischtennis als Nachfolger von Hussein Ibrahim verpflichtet, der Trainer und Spieler war. Jetzt kann sich der 33 Jahre alte Stürmer, der mit Mittelfeld-Stratege Manuel Mathes (34) zu den „Dinos“ zählt, voll und ganz aufs Toreschießen konzentrieren: „Und das ist auch gut so.“ Die Saison, die der TSV ungeschlagen als Nummer eins beendete, hat laut Ibrahim „richtig Spaß“ gemacht. 16 Siege, zwei Remis: So eine fast makellose Bilanz war nicht zu erwarten, denn nach dem Kreispokal-Aus gegen den Kreisligisten TSG Emmerthal begann Ende August Brünnighausens Auswärtstournee. Grund war der Zoff ums Sportheim (wir berichteten).

Erst in der Rückrunde gab es wieder Heimspiele. Dafür wurde extra ein Bauwagencontainer zur Umkleidekabine umfunktioniert. Das hatte zwar einen gewissen Charme, soll aber keine Dauerlösung sein. „Die Stimmung in unserer Truppe ist prima. Wir verstehen uns alle supergut. Keiner ist sauer, wenn er mal nicht spielen kann. Das kommt halt vor, weil wir einen großen Kader haben“, sagt Ibrahim, der sich schon jetzt sicher ist, „dass wir nächste Saison in der 2. Kreisklasse mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden“.

Ihre Super-Saison krönte auch die TSG Emmerthal III mit dem Titelgewinn. Die Elf des Trainer-Duos Daniel Wolleben und Matthias Koch hatte nicht nur den besten Angriff und die beste Abwehr der Liga, sondern auch eine beeindruckende Rückrunden- und Heimbilanz. Nur auswärts war Vizemeister RW Hessisch Oldendorf besser als „die Macht von der Emmer“. Emmerthals Top-Torjäger Sebastian Kessenhagen traf erst im fünften Saisonspiel, dafür gegen den TC Hameln aber gleich dreifach. Mit seinen insgesamt 14 Toren leitete er die zehnfache Siegesserie ein, die den Grundstein zum Titelgewinn legte. Tamer Özbek spielte laut Koch nur 90 Minuten für die Grün-Weiß-Gestreiften „und traf in Löwensen gleich doppelt“ für die Emmerthaler, die der Zuschauerkrösus der 3. Kreisklasse, Staffel 2, waren: Im Schnitt pilgerten 33 Fußballfans zu den zehn Heimspielen der Grün-Weißen – insgesamt waren es 326. mit ist

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