weather-image
×

Bezirksliga-Relegation: Lauensteins Trainer Stephan Schröer hat Respekt vor dem FC Stadtoldendorf

„Nervös? Ich bin total entspannt“

Lauenstein. Vor dem Relegationsspiel gegen Stadtoldendorf: Lauensteins Trainer Stephan Schröer im Dewezet-Interview.

veröffentlicht am 02.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Herr Schröer, Lauenstein startet heute (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den FC Stadtoldendorf in die Bezirksliga-Relegation. Ist das für Sie als Trainer ein Spiel wie jedes andere oder schlägt Ihr Puls etwas schneller als sonst?

Stephan Schröer (Trainer des MTV Lauenstein): Ich bin auf jeden Fall total entspannt. Aber natürlich ist das ein ganz besonderes Spiel für uns. Wann erlebt man als Fußballer in seinem Leben schon mal, dass man in der Relegation um den Bezirksliga-Aufstieg spielt. Und das als Aufsteiger. Das ist schon was ganz, ganz Besonderes. Das freut mich besonders für die Mannschaft, den Verein und unsere Zuschauer, die uns die ganze Saison so toll unterstützt haben.

Ist bei Ihren Spielern denn die Aufregung zu spüren oder sind die genauso entspannt wie der Trainer?

Die Jungs sind heiß, aber nicht nervös. Wir nehmen die Relegationsspiele gerne mit und wollen uns vor unseren Zuschauern noch einmal von der besten Seite zeigen und unseren Fans als Dankeschön einen Heimsieg schenken. Unsere Philosophie ist es, von Spiel zu Spiel zu denken. Wir werden alles geben und versuchen, zu gewinnen. Wie zuletzt gegen Königsförde, als wir nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit noch gewonnen haben. Da hat man in der zweiten Hälfte gemerkt, dass die Jungs das Spiel mit aller Macht gewinnen wollen. Dass es am Ende für uns noch zur Vizemeisterschaft in der Kreisliga gereicht hat, ist umso schöner. Die Relegationsspiele sind für uns die Sahne auf der Erdbeertorte. Egal, was am Ende dabei herauskommt.

Wie stark schätzen Sie den FC Stadtoldendorf ein, der in der Kreisliga Holzminden hinter dem FC Boffzen Zweiter geworden ist?

Ich habe mir am Sonntag das letzte Saisonspiel von Stadtoldendorf in Rühle (6:2; Anm. d. Red.) angeguckt. Das ist eine technisch starke Mannschaft mit vielen guten Fußballern. Taktisch haben die Stadtoldendorfer sehr diszipliniert gespielt. Und im Angriff haben sie einige torgefährliche Spieler. Das wird bestimmt keine leichte Aufgabe. Aber unser Vorteil ist, dass wir gegen Stadtoldendorf zu Hause spielen. Unserer Zuschauer, die uns schon während der Saison durch ihre Unterstützung zu dem einen oder anderen Punkt verholfen haben, sind unser großer Trumpf.

Personell sieht es aber nicht gut aus. Zuletzt fehlten mit Kapitän Niklas Kaehler, Thorsten Marks, Alexander Stamm, Jannik Lehnhoff, Luca Eichholz, Marcel Vönöky und Fabian Schwenke sieben Spieler. Und gegen Königsförde haben sich jetzt auch noch Raphael Debertolo und Sören Kirchenbauer verletzt, die ebenfalls auszufallen drohen.

Das ist leider so, aber wir können es nicht ändern. Jammern hilft nichts. Auch während der Saison haben bei uns schon bis zu zwölf Spieler gefehlt, trotzdem haben wir uns gut verkauft. Wir werden alles, was „laufen“ kann, mobilisieren.

Wie es das Schicksal so will, ist einer der Gegner in der Dreier-Relegation ausgerechnet der TSV Bisperode. Das ist ein Ostkreisderby mit ganz besonderer Brisanz – auch für Sie persönlich.

Ja, das stimmt. Es ist ein Duell mit meinen Brüdern. Der eine ist beim TSV Bisperode zweiter Vorsitzender, der andere ist Torwarttrainer. Außerdem kenne ich in Bisperode viele Leute und habe dort auch viele Freunde und Bekannte.

Hätten Sie gedacht, dass sich Bisperode in der Bezirksliga-Saison so schwertut und am Ende sogar in die Relegation muss?

Ich hatte gehofft, dass es nicht so ist. Ich hatte es auch nicht erwartet, weil der TSV Bisperode als Verein sehr gut aufgestellt ist. Von der Vereinsführung über das Trainer- und Betreuerteam bis hin zur Mannschaft, die meiner Meinung nach wesentlich stärker ist, als es der 13. Tabellenplatz widerspiegelt. Für mich ist Bisperode in unserer Relegationsgruppe der klare Favorit.

Und ausgerechnet gegen den TSV Bisperode sind einige Spieler im Urlaub…

Das entscheidet sich noch. Bis jetzt ist noch kein Spieler ins Flugzeug gestiegen und nach Mallorca geflogen.

Interview: Andreas Rosslan



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt