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Interview mit Preußen-Trainer Kiene

„Nach diesem Spiel hab’ ich nicht gut geschlafen …“

Fußball. Es war der Aufreger des Wochenendes: Die Niederlage der Hamelner Preußen im turbulenten Oberliga-Punktspiel gegen Arminia Hannover sorgt weiter für viel Gesprächsstoff. Auch Trainer Alexander Kiene hatte am Tag danach das 3:4 noch nicht verdaut. Mit dem 31 Jahre alten Coach sprach Dewezet-Redakteur Hans-Jürgen Kroggel.

veröffentlicht am 06.04.2009 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Herr Kiene, haben Sie trotz der Niederlage gut geschlafen?

Nein, das habe ich nicht. Abends und in der Nacht versucht man das Spiel zu verarbeiten, doch das gelingt nicht immer. Wir werden uns deshalb auch am Dienstag noch einmal zusammensetzen, per Video das Spiel analysieren und die Fehler ansprechen.

Sind Sie sauer, dass das Spiel in letzter Minute noch verloren wurde?

Was heißt sauer? Ich ärgere mich, weil wir in der Nachspielzeit noch das entscheidende Tor schlucken mussten. Dabei wussten wir, dass Arminia besonders bei Standards sehr gefährlich ist. Aber leider wurden wir nicht belohnt, einen Punkt hätte die Mannschaft verdient gehabt.

Die Nerven lagen blank in diesem Spiel. Sogar in den Reihen der Preußen gab es verbale Wortgefechte, Stetzkowski und Deppe gingen sich – wie auf Fotos zu sehen ist – sogar „an die Wäsche“…

Ich habe nichts gesehen. Aber dass die Emotionen hochkochten, war kein Wunder. Dafür war der Schiedsrichter verantwortlich. Nicht nur ich, auch mein Kollege Gehrke konnten viele Entscheidungen nicht nachvollziehen. Alle drei Platzverweise waren nicht berechtigt. Doch ich will nicht dem Schiedsrichter die Schuld für unsere Niederlage geben. Wenn man zu Hause drei Tore schießt, dann muss das eigentlich zum Sieg reichen.

Bei den Preußen sah Elk Jörn die Rote Karte. Befürchten Sie eine lange Sperre?

Nein, denn es war kein grobes Foul. Aber man weiß nie, wie der Verband entscheidet. Dennis Offermann bekam ja auch für eine harmlose Aktion vier Wochen aufgebrummt.

Über Ostern hat Preußen 07 Heimspiele gegen Bad Rothenfelde und den SV Meppen. Wie sieht Ihre Zielsetzung aus?

Nachdem wir schon in Rothenfelde mit 4:1 gewonnen haben, wollen wir natürlich auch diesmal einen Dreier holen. Der SV Meppen ist dann Ostermontag eine ganz andere Nummer. Dieses Team gehört zu den Top 3 der Liga. Aber natürlich muss es unser Bestreben sein, auch gegen den Tabellendritten ein achtbares Ergebnis zu erzielen.

Herr Kiene, welchen Verein trainieren Sie in der nächsten Saison?

Wenn es soweit ist, werde ich es Ihnen sagen.

Sie haben, wie zu hören war, mit den Bundesliga-A-Junioren des VfL Wolfsburg geliebäugelt.

Ich habe gute Gespräche geführt. Aber in Wolfsburg geht die Tendenz zu einem Trainer, der die Fußball-Lehrer-Lizenz besitzt.

Es ist zum Haare raufen: Preußen-Trainer Alexander Kiene ärgerte sich am Sonntag nicht nur über umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen, sondern auch über die unglückliche 3:4-Niederlage gegen Arminia Hannover. „Dennoch bin ich zu 100 Prozent überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagte der Coach im Dewezet-Interview.

Foto: aro

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