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In Klein Berkel scharren junge Fohlen kräftig mit den Hufen / Zwei Routiniers geben die Richtung an

Nach dem Sturzflug geht’s jetzt steil bergauf

In der vergangenen Saison machten Klein Berkels Fußballer – wie hier Jan Bierwirth – Sturzflüge in Serie – doch das ist jetzt vorbei. In der Kreisliga gehört der TSV zu den Spitzenmannschaften.

veröffentlicht am 31.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

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Foto: nls

Fußball (kf). Vom schmerzhaften Sturzflug in die Kreisliga spricht beim TSV Klein Berkel keiner mehr. Der Betriebsunfall ist abgehakt. Jetzt soll es unter den hohen Linden wieder steil bergauf gehen, dafür wird Trainer Siegfried Motzner schon sorgen.

Der hat zwar keine abgeschlossene Bergsteigerlehre, als ehemaliger Oberligatorwart aber schon so manchen Höhenflug miterlebt. Mittelmaß ist deshalb für ihn ein Fremdwort. Um im bedeutungslosen Mittelfeld rumzueiern, hätte der 46-Jährige seinen Vertrag beim TSV schließlich auch nicht verlängern müssen. Den Job hätte dann auch jeder andere machen können. Das wissen auch seine Spieler. Sie werden bedingungslos auf dem Weg in die oberen Regionen mitziehen. Getreu dem Falco-Motto: „Dreh dich nicht um, Kommissar Motzner geht rum …“

Mit Torhüter Artjom Grincenko sowie Sascha und Markus Hermann verließen zwar drei Stammspieler den Verein Richtung Bad Pyrmont, doch diese Lücken kann Klein Berkel dank seiner guten Jugendarbeit mühelos schließen.

Mit Jonas Holste, Lukas Johns, Philipp Risel, Jan-Lukas Schmidt und Torhüter Marlon Reckemeyer scharren gleich fünf „junge Fohlen“ kräftig mit den Hufen. Klarer Fall: Sie wollen nicht auf der Bank versauern. Das große Angebot sorgt für klare Verhältnisse im Kader, denn wer bei Motzner nicht spurt, findet sich schnell in der zweiten Reihe wieder. Doch jugendlicher Elan und Ehrgeiz alleine reichen nicht für große sportliche Taten. Die Richtung in Klein Berkel geben deshalb mit Jan Koss und Marco Blana auch zwei Routiniers an.

Banker Koss (32) sorgt als unermüdlicher Rackerer im defensiven Mittelfeld für ein ständiges Plus auf dem TSV-Konto. Und vorne gewinnt Wirbelwind Blana trotz seiner 33 Jahre noch immer jeden Sprint. Da er auch noch trifft wie er will, herrscht stets Alarmstufe Rot beim Gegner. Auch Slava Gess, Jan Bierwirth, Dennis Schimanski und Florian Specht sind immer für ein Tor gut.

„Ruhig Blut“ lautet hingegen das Motto in der Defensivabteilung, denn da geben (fast) gestandene Männer wie Lars Meisel (27), Lars Melzer (27), Simon Sagebiel (27) oder Agostino di Sapia (23) den Ton an. Doch in der Defensive muss sich einiges tun. Im letzten Bezirksliga-Jahr fischte die Abwehr des TSV immerhin 95 Gegentore aus dem Netz ...

Dewezet-Prognose: Klein Berkels Routiniers haben die Youngster gut im Griff. Zum direkten Wiederaufstieg wird es aber dennoch nicht reichen. Der TSV mischt jedoch in der Spitzengruppe kräftig mit.



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