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Aerzens schwierige Trainersuche

Muss Hoppe wieder ran?

AERZEN. Fußball-Bezirksligist MTSV Aerzen sucht einen neuen Trainer - bisher vergeblich. Muss Spartenleiter Karsten Hoppe, der nach dem Rücktritt von Dirk Schumachers als Interimscoach den MTSV zum Klassenerhalt führte, wieder ran?

veröffentlicht am 22.06.2018 um 15:54 Uhr

Immer noch auf Trainersuche: Spartenleiter Karsten Hoppe vom Bezirksligisten MTSV Aerzen. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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„Oh, wann kommst du?“, sang einst Daliah Lavi und stürmte in den 70er Jahren damit in die deutschen Charts. Sie meinte damit allerdings einen Mann fürs Herz. Nun beim MTSV Aerzen ist die Situation im Augenblick ähnlich, nur wartet der Fußball-Bezirksligist schon sehr lange auf einen neuen Trainer. Wann der kommt, ist noch ungewiss. Zum Leidwesen von Spartenleiter Karsten Hoppe, der bereits diverse Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt hat, aber bislang keinen Vollzug melden konnte. Kurzum: Wider Erwarten eine ganz schwierige Nummer.

Entweder gab es Absagen oder es hat eben aus Sicht des Vereins nicht ganz gepasst. Ein heißes Thema waren unter anderem auch Thomas Fenske und Stephan Meyer. Sie standen zwar ganz oben auf der Wunschliste, hatten sich aber schon anderweitig orientiert.

Aber woran könnte es nun liegen, dass die Aerzener Trainerbank so lange vakant bleibt? Fragt sich mittlerweile auch Karsten Hoppe „obwohl wir sportlich eine gute Adresse sind“. Allerdings betont der Fußball-Chef aber auch, dass es am Veilchenberg nicht gerade Unsummen zu verdienen gibt. Könnte zwar ein Grund sein, muss aber nicht. Auch woanders im Kreisgebiet ist schließlich noch kein Trainer zum Millionär geworden. Obwohl der MTSV bereits Anfang Juli mit der Saisonvorbereitung beginnt, soll die Trainerfrage aber trotzdem nicht übers Knie gebrochen werden. „Wir machen uns keinen großen Druck, denn schließlich gibt es noch einige Gespräche. Mal sehen, was dabei herum kommt“, sagt Hoppe und wird diese auch gleich nach seiner Rückkehr aus dem Mallorca-Urlaub führen.

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Panik bleibt deshalb auch ein Fremdwort in Aerzen, denn sollten alle Stricke tatsächlich reißen, ist ja schließlich noch immer einer im Klub, der auch diesen Job perfekt kann: Und das ist eben Karsten Hoppe selbst. Auch wenn der 54-Jährige eigentlich lieber im Hintergrund arbeitet. Nach der Demission von Trainer Dirk Schumachers in der Winterpause übernahm die Vereinsikone – schon über 30 Jahre dabei – Anfang März kurzfristig die Regie beim damals noch abstiegsgefährdeten MTSV und führte die Mannschaft bei einer eigentlichen „Mission impossible“ noch zum Klassenerhalt in der Bezirksliga. Unterstützt wurde er dabei von Holger von Conradi und Kapitän Josef Selensky. „Eigentlich wollte ich mich nun wieder voll und ganz auf meine Aufgaben als Spartenleiter konzentrieren“, sagt er, will aber nicht ausschließen, dass er im Fall der Fälle wohl doch noch mal ran muss.



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