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Pechvogel: Bei seinem 141. Marathon kommt für Dauerrenner Bert Kelz das frühe Aus

Muskelfaserriss bremst Marathon-Mann

BAD PYRMONT. 140 Marathonläufe hatte er problemlos hinter sich gebracht, der 141. endete für Bert Kelz schon nach 100 Metern. Auf Pyrmonts Hauptallee musste der „Kölsche Jung“ kurz nach dem Start aufgeben. Da knackte es in der rechten Wade.

veröffentlicht am 31.07.2016 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

„Muskelfaserriss“, war sich der Marathon-Mann aus der Domstadt, der erst drei Tage vor seinem zweiten Auftritt in Bad Pyrmont seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte, sofort sicher. „Ich laufe seit fast 40 Jahren, aber eine Verletzung habe ich mir dabei erst einmal zugezogen“, sagte der Laufenthusiast, der im „Veedel rund um den Eigelstein“ wohnt, noch am Abend vor seinen Start auf der Hauptallee. Jetzt muss er tatsächlich einige Wochen pausieren, der 141. Zieleinlauf ist aber nur verschoben. Das hat auch Vorteile, denn jetzt kann sich der eingefleischte Fußball-Fan erst einmal wieder gezielt seinem 1. FC Köln widmen.

Beim Berlin-Marathon 1985 wagte er sich zum ersten Mal auf die 42,195 Kilometer. Danach war das FC-Urgestein mit Mitgliedsnummer 135 411 und Dauerkarte für die Heimspiele einfach nicht mehr zu bremsen. Egal, ob Dubai, New York, London, Paris, Berlin oder Köln – Bert war stets dabei. In 18 Ländern ging er bei Marathon- und Ultraläufen an den Start. Seine Medaillen und Urkunden, die er von all seinen Starts mitgebracht hat, hängen übrigens nicht nur an der Wand im Wohnzimmer. Ein großer Teil hat einen Ehrenplatz – in einer eigens für ihn eingerichteten Vitrine im Kölner Sportmuseum.

Höhen und Tiefen spielten für „den Langen“ nie eine Rolle. Im ehemaligen thüringischen Kalibergwerk Sondershausen hieß es 2002 „Glück Auf“, als Kelz dort sogar Weltrekord lief. Neben dem üblichen Laufdress zusätzlich ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe machte er sich 700 Meter unter Tage auf die Strecke. Begleitet von einem Radfahrer, der ihn mit Wasserflaschen versorgte, spulte er ungewöhnliche 52,7 Kilometer in 7:45:00 Stunden herunter. Und richtig hoch hinaus ging es für den Dauerrenner beim Swiss-Marathon in Davos und beim Zermatt-Marathon.kf



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