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Großes Interesse an Fort- und Weiterbildung für Trainer und Übungsleiter / Theorie und Praxis

Motzner: Torwarttraining nicht vernachlässigen

Ein Torwarttalent im Flug: Der elfjährige Noah machte bei der Trainerfortbildung die Übungen vor.

veröffentlicht am 29.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

Foto: aro

Fußball (aro). Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – dieses Sprichwort gilt auch für Fußballtrainer. „Wer eine Lizenz hat, ist nicht automatisch auch ein guter Trainer“, betont Siegfried Motzner. Der Lehrwart des KreisVerbandes legt großen Wert darauf, dass sich die Übungsleiter regelmäßig fortbilden. Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, droht den Anschluss zu verlieren – und seine Lizenz. Weil gut ausgebildete Übungsleiter das A und O sind, bietet der Lehrwart bis zu sechs Praxis- und Theoriekurse pro Jahr an.

Bei der Fort- und Weiterbildung stand diesmal das Torwarttraining im Mittelpunkt, das laut Motzner viel zu oft vernachlässigt wird: „Dabei reicht es schon aus, wenn man einmal pro Woche vor dem Mannschaftstraining eine Dreiviertelstunde mit den Keepern gezielt arbeitet.“ Über 30 Teilnehmer, von Milan Rukavina (BW Tündern) über Markus Wienecke (TSG Emmerthal), Uwe Kirsch vom WTW Wallensen und Marcel Pöhler (TSC Fischbeck) bis hin zu Klaus Wellhausen (TSV Grohnde) versammelten sich an der Seitenlinie des ESV-Platzes, um Motzner und Kreisauswahltrainer Axel Lehnhoff bei der Übungseinheit über die Schulter zu schauen und neue Anregungen zu sammeln.

Wie man altersgerecht mit Kindern und Jugendlichen übt, demonstrierte der Kreisauswahltrainer mit dem elfjährigen Noah („Mein Vorbild ist Robert Enke von Hannover 96“). Leichtfüßig wie eine Katze sprang das Talent über die Hürde, um den von Lehnhoff zugeworfenen Ball im Flug zu fangen. Dass er bei der Landung nicht auf dem Arm landete, sondern sich auf dem knüppelharten Boden gekonnt abrollte, war kein Zufall. Die richtige Technik lernte Noah von seinem Trainer. „Die Übungen sind aber ganz schön anstrengend“, schnaufte Tünderns talentierter D-Juniorenkeeper, der erst einmal tief durchatmen musste und sich anschließend einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche gönnte.

Lehrwart Siegfried Motzner erklärt die Übung. Foto: aro

Heutzutage reicht es für einen Schlussmann nicht aus, dass er den Ball gut fangen kann. Wer das Tor hütet, muss laut Motzner auch ein guter Fußballer sein, „weil er Rückpässe nicht mehr in die Hand nehmen darf.“ Bei Teams, die in der Abwehr mit einer Viererkette spielen, ist der Torwart quasi ein Libero. Vor den Augen der heimischen Trainerzunft stellte auch der 18-jährige Marlon Reckemeyer sein Können unter Beweis: „Durch das intensive Torwarttraining habe ich mich im vergangenen Jahr beim TSV Klein Berkel enorm verbessert und weiterentwickelt.“ Sein Coach legt großen Wert darauf, dass er gezielt an den Schwächen arbeitet. Ziel sei es, die Fehlerquote bei haltbaren Bällen zu verringern. „Deshalb ist wichtig, die Mängel zu korrigieren und auch das Stellungsspiel zu schulen“, betont Motzner, der früher bei Preußen 07 selbst ein Klasse-Keeper war, und großen Wert auf die richtige Technik legt. Die nächste Fort- und Weiterbildung für C-Lizenz-Trainer findet am Montag, 16. November, im Vereinsheim des ESV Eintracht Hameln statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.



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