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Torjäger Christopher Loges trägt gegen Eldagsen zum letzten Mal das Trikot der SpVgg. Bad Pyrmont

„Möchte nicht als Absteiger gehen“

Bad Pyrmont. Es ist sein letztes und wohl wichtigstes Spiel für die SpVgg. Bad Pyrmont: Torjäger Christopher Loges will sich mit einem Sieg im Relegationsfinale gegen den FC Eldagsen verabschieden.

veröffentlicht am 12.06.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Christopher Loges, heute geht es für Bad Pyrmont in Springe um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga. Das Relegationsfinale gegen den FC Eldagsen ist für Sie das letzte Spiel im Trikot der Spielvereinigung. Ist es für Sie persönlich auch das wichtigste?

Natürlich, wir müssen ja unbedingt gewinnen. Ich möchte auch nicht mit einer Niederlage und als Absteiger bei der Spielvereinigung gehen.

Sie sind mit 26 Treffern der Torschützenkönig der Landesliga, haben nach der Winterpause aber nicht mehr viel getroffen. Woran lag das?

Mit Benedikt Hagemann und Andrzej Matwijow sind zwei Spieler ausgefallen, mit denen ich vor der Winterpause bestens harmoniert habe. Das gute Zusammenspiel hat dann gefehlt. Aber ich hätte trotzdem ein paar Tore mehr schießen können.

Heute herrscht Abstiegskampf pur. Haben Sie eigentlich überhaupt schon mal so unter Druck gestanden?

Eigentlich noch nie, seit ich bei den Herren spielen. Nur einmal mit der A-Jugend von Preußen Hameln in der Niedersachsenliga, aber das ist lange her.

Anatoli Deck ist wieder fit. Könnte der gelernte Stürmer gegen Eldagsen für die nötige Unterstützung in der Offensive sorgen, wo Sie zuletzt oft als Alleinunterhalter spielen mussten?

Wenn Toni wieder mitspielt, wäre das für mich und natürlich auch für die Mannschaft eine wichtige Verstärkung.

Das Spiel findet in Springe statt. Den Sportplatz haben Sie nicht unbedingt in guter Erinnerung…

Bestimmt nicht. In Springe habe ich nach meiner Rückkehr von Halvestorf nach Bad Pyrmont mein erstes Spiel für die Spielvereinigung gemacht und mir dort gleich einen komplizierten Armbruch zugezogen. Das vergisst man nicht. Aber Springe habe ich auch in guter Erinnerung. Vor zwei Jahren haben wir da den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Das ist deutlich näher dran und ist auch das Spiel, was wir heute alle mitnehmen müssen.

Sie wechseln jetzt zum Bezirksligisten Germania Hagen. Hat die Spielvereinigung nicht versucht, Sie zu halten?

Lars Diedrichs (Vereinsvorsitzender der Spielvereinigung Bad Pyrmont; Anm. d. Redaktion) hat schon versucht, mich zu halten, aber ich hatte mich frühzeitig entschieden und wollte wegen meiner Familie kürzertreten. Das hat er auch akzeptiert.

Verlassen Sie Bad Pyrmont auch mit ein bisschen Wehmut – und was bleibt Ihnen in Erinnerung?

Klar, nach neun Jahren geht man nicht ohne. Und ich werde die Jungs schon vermissen, denn das war schon eine tolle Truppe. In Erinnerung bleibt mir aber auch das Stadion. An der Südstraße habe ich immer gerne gespielt.

Was erwartet Sie auf dem Hagen, und was haben Sie sich vorgenommen?

Da freue ich mich schon, viele ehemalige Pyrmonter Spieler wiederzutreffen. Vor allem Nico von Stietencron, mit dem ich auch schon in Halvestorf zusammen gespielt habe. Dazu möchte ich schnell in die Mannschaft finden und eine gute Saison spielen.

Sie haben in den letzten fünf Spielzeiten in der Bezirks- und Landesliga 113 Tore geschossen. Wenn Sie mit Bad Pyrmont heute tatsächlich absteigen sollten, könnten Sie in der neuen Saison Ihre Torbilanz ausgerechnet gegen Ihren Ex-Verein aufbessern. Was ist gegen die Spielvereinigung drin?

Das wird gar nicht so einfach werden. Denn wenn ich gegen die Pyrmonter auflaufe, wissen doch fast alle Spieler genau, wie ich auf dem Spielfeld ticke.kf



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