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Der zehnjährige Bogenschütze Domenik Gromes ist ein hoffnungsvolles Talent in Niedersachsen

Mit Pfeil und Bogen – wie Robin Hood

Bogensport. Mit Pfeil und Bogen in der Hand sieht Domenik Gromes aus wie Robin Hood. Doch den „König der Diebe“, der ebenfalls ein guter Bogenschütze ist, kennt der zehnjährige Junge nur aus den Filmen. Bis vor etwa einem Jahr hatte Domenik mit der Sportart noch nichts am Hut. Seine Leidenschaft wurde erst geweckt, als er seinen Onkel in Celle besuchte. Bei einem Tag der offenen Tür schoss Domenik, der inzwischen Mitglied des BSC Weserbergland ist, erstmals auf die Zielscheiben. Der Bogensport entpuppte sich für den Realschüler als Volltreffer. Bei der Landesmeisterschaft der C-Schüler holte der Zehnjährige die Silbermedaille.

veröffentlicht am 19.07.2010 um 17:31 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

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So eine Leistungsexplosion hatte dem etwas schmächtig wirkenden Brillenträger bei seiner Premiere auf Landesebene wirklich niemand zugetraut. Auch sein Trainer Ulrich Bleckmann, der die Bogenschützen im Vereinsdomizil im Stift Fischbeck betreut und seinem jüngsten Schützling beim Training viele gute Tipps gibt, nicht. Für seinen Trainer ist Domenik ein hoffnungsvolles Talent, das mangels adäquater Konkurrenz im Verein und auch im Kreisverband schon die sportliche Herausforderung auf Landesebene suchen muss, wenn er glänzen möchte. Dass Domenik auf Anhieb Kreismeister wurde, war kein Kunststück, weil er Alleinunterhalter war.

Bei der Landesmeisterschaft in Wiekenberg bei Wietze steigerte sich der junge Bogenschütze von Durchgang zu Durchgang und musste sich zum Schluss beim 72-Schuss-Programm auf die 18 Meter entfernte gelb-rot-blau-schwarze Bastscheibe mit 519 Ringen in einem Zwölferfeld nur dem überragenden Björn Berndt (SV Unterstedt) beugen. Verständliche Nervosität sowie zum Schluss auch leichte Konditionsmängel waren die Hauptgründe, dass der Abstand zum Sieger über 70 Ringe betrug. Aber schon im nächsten Jahr soll für Trainer und Schützen der Vorsprung schmelzen, auch wenn dann zwischen Domenik und der Scheibe erstmals 25 Meter liegen. Obwohl ein guter Bogen es preislich mit einem Luft- oder Kleinkalibergewehr aufnehmen kann, muss Vater Michael sein Familienbudget für das sportliche Hobby seines Sohnes nicht allzu sehr strapazieren. Denn für ihn steht ein Leihbogen parat, den eine Firma in Seesen zu erschwinglichen Preisen jeweils für ein halbes Jahr ihm zur Verfügung stellt.

„Nur die Pfeile, die wir zum Schießen benötigen, mussten wir kaufen“, sagte das Familienoberhaupt, das mittlerweile ebenfalls die Liebe zum Bogenschießen entdeckt hat – und auch schon auf Kreisebene erfolgreich mitmischt.

Gibt es für Domenik eigentlich einen Glücksbringer im Wettkampf wie bei vielen anderen Sportlern oder kann er darauf verzichten? „Nein, ich setze hier ganz auf Nicki, einem Schaf, dass als Talisman an meinem Bogen baumelt und mir immer Glück bringen soll. Es ist mir schon richtig ans Herz gewachsen und darf bei keinem Wettkampf fehlen.“



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