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Maike Lotze spielte beim 1. FC Lübars in der 2. Fußball-Bundesliga – jetzt kickt sie für Tünderns Frauen

Mit 21 Jahren schon viel erlebt

Tündern. Noch vor wenigen Tagen surfte Maike Lotze (21) am holländischen Veluwemeer, jetzt will die Ex-Bundesligaspielerin auch mit den Fußballfrauen von Blau-Weiß Tündern auf der Erfolgswelle reiten. Nach 14 Monaten Pause schnürt die 21-Jährige ihre Fußballschuhe für den Landesliga-Aufsteiger.

veröffentlicht am 24.09.2015 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Neben fußballerischer Qualität bringt sie etwas Bundesliga-Luft mit ins Windmühlendorf. Denn die Studentin spielte in ihrer sportlichen Laufbahn schon bei prominenten Vereinen: Bei den Potsdamer Kickers, bei Union Berlin, Turbine Potsdam und dem 1. FC Lübars. Aber warum dann gerade Tündern? „Mein Vater Michael hat hier mal eine Jugendmannschaft trainiert und Alexander Stamm kenne ich noch von früher“, erzählt Lotze. Coach Stamm ist derweil total glücklich über die Verstärkung. „Mit ihrer Erfahrung wird sie eine tolle sportliche Bereicherung sein, auch als Person passt sie sehr gut zu uns“, ist er voll des Lobes. Lotze, die in Hildesheim Erziehungswissenschaften und Sport studiert, begann ihre Karriere in den Nachwuchsteams der JSG Forstbachtal und dem MTV Bevern. Mit 14 Jahren zog es die Sportbegeisterte aufs Jugendinternat von Turbine Potsdam. „Seit ich von zuhause ausgezogen bin, stehe ich auf eigenen Beinen“, sagt sie.

Als „junges Küken“ beim Zweitligisten Lübars hatte es die Offensivkraft nach der Zeit in Potsdam nicht leicht. „Es war nicht so einfach, dort Fuß zu fassen“, ergänzt die Studentin. Dennoch: Für Lotze war die intensive Ausbildung in der Jugend Gold wert. „Ich weiß, wann ich das Spiel beruhigen und wann ich es schnell machen muss“, schaut die 21-Jährige auf die Nachwuchsschule bei Turbine zurück. Mit einem Doppelpack im Bezirkspokal gegen Inter Holzhausen stellte sie ihre Klasse direkt unter Beweis. Aber bei der erfolgreichen Premiere soll es nicht bleiben. „Ich hoffe, dass wir um die vorderen Plätze mitspielen können“, blickt sie motiviert nach vorn. Noch ein großes Plus für Trainer Stamm: Er kann die ballgewandte Allrounderin fast auf jeder Position einsetzen. „Außer vielleicht im Tor“, zwinkert die 21-Jährige – und schmunzelt.

HSC Blau-Weiß Tündern – TSV Eintracht Bückeberge (Sa., 18 Uhr): Mit dem Oberliga-Absteiger aus dem Kreis Schaumburg gastiert am Samstag um 18 Uhr der Top-Favorit auf die Meisterschaft am Lawerweg. „Nach dem verpatzten Saisonstart in Heiligenfelde hat sich unser Team mit zwei Siegen gegen Hannover und Schwüblingsen rehabilitiert, sodass wir auch gegen die favorisierte Eintracht nicht chancenlos sein werden“, sagt Tünderns Trainer Alexander Stamm. „Wenn wir die Partie mutig, konzentriert und mit dem nötigen Engagement angehen, haben wir gute Chancen unser Punktekonto weiter auszubauen und uns in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Ich bin gespannt, wie sich unsere Mädels gegen eine absolute Spitzenmannschaft präsentieren werden.“

SV Heiligenfelde – SV Hastenbeck (Sa., 18 Uhr): Die Hastenbeckerinnen müssen am Samstag weit reisen, denn bis nach Heiligenfelde sind es immerhin knapp 130 Kilometer. Nach den beiden Niederlagen gegen Limmer und Deckbergen nimmt SVH-Coach Jens Günther sein Team in die Pflicht. In Heiligenfelde sollen diesmal drei Punkte her, „um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden“. Der Aufsteiger aus der Nähe von Bremen sei für ihn noch eine Unbekannte und auch aufgrund der bisher erzielten Ergebnisse schwer einzuschätzen. „Der deutliche Auftaktsieg gegen Tündern sollte uns aber eine Warnung sein“, so Günther. Mit der gezeigten Leistung bei der Niederlage gegen Deckbergen war Hastenbecks Coach sehr zufrieden: „Jetzt müssen wir gegen Heiligenfelde ähnlich souverän agieren und uns lediglich auch mit einem positiven Ergebnis belohnen, damit sich die lange Reise am späten Samstag-Abend auch lohnt.“



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