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Fußball: Pegestorfs Spielertrainer Startari spricht über die Relegation und die Gründe für seinen Abschied

„Mir fehlt einfach die Power“

Pegestorf. Im Sommer wechselt Dario Winter (21) von der SSG Halvestorf zum TSV Pegestorf. Doch das ist nicht die einzige personelle Veränderung beim Kreisliga-Vizemeister, der am Mittwoch (19 Uhr) im ersten Relegationsspiel Eintracht Afferde empfängt. Noch-Spielertainer Alessandro Startari wird zur neuen Saison von seinem Posten als Coach zurücktreten und sich um die Belange des Vereins im Hintergrund kümmern.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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Alessandro, nach nun sieben Jahren ist für Sie am Saisonende Schluss als Trainer in Pegestorf. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Alessandro Startari: Nach sieben Jahren als Trainer habe ich gemerkt, dass neuer Wind in die Mannschaft muss. Der Job kostet extrem viel Kraft. Aber momentan fehlt einfach die Power. Meine Aufgabe bei Pegestorf ist sehr zeitaufwendig. Ich war ja nicht nur Spielertrainer, sondern habe mich im Hintergrund um die Belange des Vereins, neue Spieler, Sponsorengewinnung und eben auch um die Jungs selbst gekümmert. Selbst, wenn ich gesundheitlich angeschlagen war, war ich für den Verein da. Teilweise habe ich mehr Aufwand für den Verein betrieben, als für meinen Beruf. Ich brauche einfach eine Pause und muss Kraft tanken.

Wer wird Sie als Trainer ersetzen?

Die Aufgabe wird Emmet Bero ab der kommenden Saison übernehmen. Er hat bereits vor einigen Jahren Trainingseinheiten bei uns durchgeführt und mittlerweile beim TuS Lütmarsen genügend Erfahrungen als Coach gesammelt.

Wie geht es für Sie im Sommer weiter? Werden Sie vom Fußball erst einmal Abstand nehmen oder haben Sie schon eine neue Aufgabe gefunden?

Ich bleibe dem Verein als Spieler erhalten. Ich werde im Hintergrund weiter dafür sorgen, dass die Mannschaft funktioniert und gut spielt. Was das Training angeht, möchte ich dem neuen Trainer nicht reinreden. Er wird sich um das Training und die Spiele kümmern und ich werde alles drum herum leiten. Bis zum Saisonende werde ich noch alles geben und will bloß keinen Scherbenhaufen hinterlassen.

Sie haben in Pegestorf einiges auf die Beine gestellt. Was kann aus der Mannschaft werden? Glauben Sie, dass sich die Mannschaft im Falle eines Aufstiegs mittelfristig in der Bezirksliga etablieren kann?

Wir werden uns voll ins Zeug legen und alles versuchen. Wir wollen nicht sagen, wir haben ein Jahr gut gearbeitet, um nun zwei Spiele zu verlieren. Und selbst, wenn es nicht klappt: Dann wollen wir es im kommenden Jahr erneut probieren. Der Großteil der Mannschaft bleibt bestehen und es kommen einige dazu. Von daher werden wir nicht schlechter und wollen nochmal angreifen. Sollten wir aufsteigen, können wir vom Technischen her wahrscheinlich mithalten. Uns ist bewusst, dass es nicht einfach wird. Der Klassenerhalt wäre ein Riesenerfolg. Und wenn wir direkt wieder absteigen sollten, wäre das auch nicht schlimm. Wir würden das Jahr als Erfahrungsgewinn für unsere junge Mannschaft betrachten.

Wie schätzen Sie die Relegationsgegner Germania Hagen und Eintracht Afferde ein?

Wir gehen natürlich in die Relegation, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dass wir nicht Favorit sind, ist uns klar. Am Mittwoch erwarte ich gegen Afferde ein ausgeglichenes Spiel, bei dem jede Mannschaft gewinnen kann. Die Tagesform wird l den Ausschlag geben. Insgesamt sehe ich Hagen in der Favoritenrolle.

Interview: awa

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