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Preußen-Stürmer erzielt beim Comeback den ersten Saisontreffer / Für Startelf reicht es noch nicht

Meyer ist „total kaputt“ – aber glücklich

„Der ist viel zu schwer“: Preußen-Torschütze Dominic Meyer (Mitte) lässt sich von Eichenscheidt, Deck und Schmidt feiern.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Foto: aro

Fußball (aro). Nach seinem 20-Minuten-Comeback gegen Nordhorn war Preußen-Stürmer Dominic Meyer ganz schön aus der Puste. Nach dem Schlusspfiff musste sich der 20-Jährige erst einmal auf die Bank setzen, um ganz tief Luft zu holen. Die Erschöpfung war Meyer förmlich ins Gesicht geschrieben, obwohl er erst in der 78. Minute für Jermakowicz eingewechselt wurde. „Ich bin total kaputt“ – aber glücklich.

Zwei Monate musste der Torjäger, der sich Mitte August bei der 0:3-Niederlage in Havelse einen doppelten Bänderriss zuzog, pausieren. Mit seinem Treffer zum 3:1 in der achten Minute der Nachspielzeit meldete er sich nach der „viel zu langen Verletzungspause“ wieder zurück. Es war nicht nur das schönste Tor des Tages, sondern auch ein ganz wichtiges für Preußen, weil die Partie gegen Nordhorn zu diesem Zeitpunkt auf des Messers Schneide stand. Der Ausgleichstreffer lag in der Luft, weil die 07-Abwehr zu schwimmen begann.

Der sicher geglaubte Sieg war nach dem Anschlusstreffer von Temelkov akut in Gefahr. Als „Goldköpfchen“ Meyer dann aber den Ball über den herauslaufenden Eintracht-Keeper Lange ins leere Tor bugsierte, herrschte Partystimmung im Weserbergland-Stadion. Nur der Hauptdarsteller war zum Jubeln zu erschöpft.

Dass er ausgerechnet bei seinem Comeback seinen ersten Saisontreffer für den Oberligisten erzielte, war für ihn ein „geiles Gefühl“: „Das ist der Hammer. Besser geht’s nicht.“ Um Spielpraxis zu sammeln, kickte Dominic Meyer zuvor schon für die Kreisliga-Reserve beim 3:1-Sieg in Bisperode.

„Körperlich fit bin ich noch nicht“, gibt er zu. Das sieht auch 07-Coach Kai Oswald so: „Dominic kann ein wichtiger Spieler für uns werden, wenn er gesund ist.“ Dass der 20-Jährige noch ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat, bekam Anatoli Deck zu spüren, der den Torschützen nach dem Schlusspfiff hochheben wollte – vergeblich: „Der ist viel zu schwer.“

Für Oswald ist es „völlig normal“, dass Meyer nach der langen Pause noch Defizite im konditionellen Bereich hat. Im gleichen Atemzug macht der Trainer deutlich, dass es deshalb für die Startelf noch nicht reicht: „Aber mit dem Tor hat sich Dominic ein Geschenk gemacht, dass ihn bestimmt motivieren wird.“

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