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TSV Nienstedt souveräner Aufsteiger in die Leistungsklasse / Busse-Brüder als „Allzweckwaffen“

Meister! Die Elf von Hauke haut auf die Pauke

Von Rolf Henning Schnell

veröffentlicht am 15.05.2010 um 10:54 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

Fußball. Die Kicker vom Deister hauten kräftig auf die Pauke. Niederlagen waren für die Bergkönige des TSV Eintracht Nienstedt ein Fremdwort. 24-mal traten die Schützlinge von Trainer Peter Hauke in der 1. Kreisklasse, Staffel 1, bislang an – und nur dreimal durfte sich der Gegner über ein Remis freuen.

Eine überragende Bilanz, die eines Meisters auch würdig ist. Und Champion ist der TSV schon lange, denn bereits drei Spieltage vor Saisonende stand der erstmalige Aufstieg des Klubs in die Leistungsklasse bereits fest. „Wir fiebern schon jetzt den Nachbarschaftsderbys gegen Eimbeckhausen II, Flegessen/Süntel und Bad Münder entgegen“, wagt Hauke einen freudigen Blick in die sportliche Zukunft. Vor Saisonbeginn hätte er diese explosionsartige Entwicklung seiner Mannen um Kapitän und Torhüter Sebastian Thiel aber nicht für möglich gehalten.

„Für mich waren Diedersen, ESV Hameln und Hachmühlen die klaren Titelfavoriten, doch ich war überrascht, wie gut wir sie letztlich alle im Griff hatten“, lässt der Coach durchblicken. Nach dem Neustart im Jahre 2002 in der 3. Kreisklasse, einem kurzen Gastspiel in der 2. Kreisklasse und dem späteren Aufstieg in die 1. Kreisklasse dümpelte der TSV dort fünf Jahre lang auf den Plätzen sieben bis zwölf herum, bevor in diesem Jahr endlich der große Wurf gelang. Die Gründe dafür sieht Peter Hauke vor allem in der Ausgeglichenheit seiner Mannschaft. „Wir verfügen über einen Kader von 21 Spielern, sind auf allen Positionen gut besetzt, besitzen in Angriff, Abwehr und im Tor herausragende Einzelkönner und sind zum Glück vom Verletzungspech verschont geblieben“, resümiert der Meistermacher. Ein weiteres Plus sei der tolle Teamgeist, der bisher dazu geführt habe, dass „wir mit nur 22 Gelben Karten und ohne jeden Platzverweis auch die Fairnesstabelle ganz klar anführen“.

Großen Anteil am Erfolg schreibt der Trainer aber auch Christian und Andreas Busse zu. Die Brüder sind in dieser Saison vom Kreisligisten Eimbeckhausen zum TSV gewechselt. „Mit diesen Allzweckwaffen wurden wir von Spiel zu Spiel stärker, haben bereits am vierten Spieltag die Führung übernommen und sie bis auf zehn Punkte ausgebaut“, so der 53-jährige in Barsinghausen wohnende Hausmeister, der seit vier Jahren die Mannschaft coacht und jetzt erstmals die Früchte seiner Arbeit ernten kann.

Wenn der Verein ihn lässt, wird er auch in der neuen Saison die Mannschaft betreuen. Ein Durchmarsch in die Kreisliga ist für ihn illusorisch, auch wenn die Elf zusammenbleibt. „Wenn wir die Leistungsklasse halten können, wäre das schon ein großer Erfolg.“ Mit weiteren Verstärkungen rechnet er übrigens nicht, weil es in Nienstedt bis heute kein Geld für wechselwillige Spieler gibt.



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