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Meerhaut steigt in Halvestorf aus

Hameln (aro). Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 20 Jahren zieht sich Wilfried Meerhaut als Manager des Bezirksligisten SSG Halvestorf zum Jahresende zurück: „Die Gesundheit geht bei mir vor“, begründet der 61-Jährige Speditionsunternehmer seine Entscheidung. Der „Uli Hoeneß vom Piepenbusch“, wie Meerhaut in der Dewezet-Sportredaktion auch genannt wird, zog seit 17 Jahren in Halvestorf hinter den Kulissen die Strippen.

veröffentlicht am 03.12.2009 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

Hameln (aro). Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 20 Jahren zieht sich Wilfried Meerhaut als Manager des Bezirksligisten SSG Halvestorf zum Jahresende zurück: „Die Gesundheit geht bei mir vor“, begründet der 61-Jährige Speditionsunternehmer seine Entscheidung. Der „Uli Hoeneß vom Piepenbusch“, wie Meerhaut in der Dewezet-Sportredaktion auch genannt wird, zog seit 17 Jahren in Halvestorf hinter den Kulissen die Strippen. Vorher war er 2. Vorsitzender beim Hamelner Traditionsklub Preußen Hameln 07. Dort warf er das Handtuch, nachdem der damalige Preußen-Coach Franz Genschick entlassen wurde. Mit der 3:2-Entscheidung des fünfköpfigen 0:7-Vorstands war Meerhaut nicht einverstanden – und ging. Nach seiner Preußen-Zeit wollte sich der Fußballkenner, der in Halvestorf wohnt, eigentlich eine Auszeit gönnen. Doch er ließ sich von den Vereinsbossen der SSG überreden: „Eigentlich wollte ich den Job gar nicht machen. Ich war froh, dass ich nach meiner Zeit bei Preußen etwas Ruhe hatte“, sagte er in einem Interview. Heute ist der Mäzen das Gesicht der SSG.
 In Fußballkreisen ist der Manager weit über die Hameln-Pyrmonter Grenzen hinaus bekannt. Unter seiner Regie entwickelte sich der „Dorfklub“ zu einer der ersten Adressen in der Region. Die Piepenbuschkicker klopften unter seiner Führung zwar zweimal an das Tor zur Niedersachsenliga an. Sein ehrgeiziges Ziel, Halvestorf im Fußball zur Nummer eins im Weserbergland zu machen, erreichte er aber bis heute nicht. Während sein Ex-Klub Preußen in der Oberliga spielt, kickt die SSG seit ihrem unglücklichen Abstieg aus der Bezirksoberliga in der Saison 2006/07 nur noch in der Bezirksliga. Nach zwei verpassten Meisterschaften sollen diesmal endlich die Titelträume wahr werden. Doch Kapitän Meerhaut ist dann schon von Bord. Sein Nachfolger als Manager steht übrigens schon fest: Frank Jürgens.



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