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Marlon Reckemeyer – ein Torhütertalent will nach oben

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, sagt der Volksmund. Da ist was dran. „Ich habe in den letzten Jahren jede Menge dazugelernt und bin längst noch nicht am Ende meiner Entwicklung“, weiß auch Marlon Reckemeyer. Der gerade 18 Jahre alt gewordene Fußballtorhüter von der JSG Klein Berkel gehört im Jugendbereich in dieser Region zu den Besten. Obwohl er noch ein Jahr bei den A-Junioren spielen könnte, will er jetzt bei den Herren mitmischen. Er wagt den Sprung ins kalte Wasser.

veröffentlicht am 09.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Mit 18 hat man schließlich noch Träume. Auch im Sport. „Irgendwann möchte ich einmal höherklassig spielen. Die Bezirksoberliga sollte es schon sein“, sagt Marlon Reckemeyer, der ein erfolgsorientierter Typ ist – und sehr ehrgeizig. In seiner Bilanz stehen immerhin schon drei Titel-Triumphe: Als 14-Jähriger schaffte er mit den C-Junioren der JSG Klein Berkel 2006 als Bezirksligameister den Aufstieg in die Bezirksoberliga. In diesem Jahr gelang ihm das gleiche Kunststück mit den A-Junioren der JSG Klein Berkel. Dabei kassierte er in 18 Spielen lediglich 12 Gegentore. Sein nach eigenem Bekunden bislang „schönster und größ-

ter Erfolg“ gelang ihm im vergangenen Jahr: Mit den B-Junioren von HSC BW Tündern wurde er Niedersachsenmeister. Der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga war für seinen Verein und die Region

ein histori-

scher Erfolg.

„Schade, dass die Jungs gleich wieder

abgestiegen sind“, be- dauert der knapp 1,80 m

große Keeper, der aus Al- tersgründen in der zweit-

höchsten deutschen Liga nicht spielen durfte und deshalb

nach Klein Berkel wechselte.

Hier warten jetzt ganz große Aufgaben auf den Blondschopf. Zusammen mit seinen Torhüter-Kollegen Christian Neumann und Dennis Eckel kämpft er beim Bezirksligaabsteiger um einen Stammplatz im 1. Herrenteam. „Ich will die Nummer eins werden“, kündigt Reckemeyer selbstbewusst an. Bei seinem Trainer Siegfried Motzner ist er in guten Händen. Schließlich war der 46-Jährige selbst einmal ein hervorragender Torhüter, der mit Preußen Hameln 07 1993/94 sogar in der Oberliga spielte. „Marlon hat beste Veranlagungen, er ist sehr ehrgeizig und vor allen Dingen topfit. Aber natürlich braucht auch er noch viel Feinschliff“, urteilt der Coach über seinen Schützling, der stark auf der Linie und in Eins-gegen-Eins-Situationen ist, dafür aber noch Defizite in der Strafraumbeherrschung hat. „Das weiß ich, ich arbeite daran“, sagt der gebürtige Hamelner, dessen sportliches Vorbild der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann ist.

Reckemeyer ist auch ein begeisterter Motorradfahrer. Demnächst legt er sich eine Jamaha SZR 660 zu. Die ist immerhin 180 km/h schnell. Weiter Tempo machen will er aber auch in seiner Fußball-Karriere. Mit Kleinigkeiten gibt er sich nicht ab: „Ich will mit dem TSV Klein Berkel Meister werden!“ Dürfte kein Problem sein, denn im Sammeln von Titeln kennt er sich ja aus …



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