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Ehemaliger Nationalspieler von Werder Bremen zum Ausfall des Kapitäns, Schweinsteiger und die „T-Frage“

Marco Bode: „Es geht auch ohne Michael Ballack“

Fußball (jab). Stürmer Marco Bode wurde einst von seinem Ex-Coach Otto Rehhagel in Osterode entdeckt und gilt mit nur 10 Verwarnungen in 379 Spielen als einer der fairsten Spieler der Bundesligageschichte. Der ehemalige Nationalspieler, der 2002 mit der DFB-Elf Vizeweltmeister wurde, wurde mit Werder Bremen 1993 Deutscher Meister, 1991, 1994 und 1999 DFB-Pokalsieger und gewann 1992 den Europapokal der Pokalsieger.

veröffentlicht am 20.05.2010 um 14:43 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

Mittlerweile ist der 40-Jährige fürs Fernsehen aktiv. Derzeit produziert er das „Bolzballduell“. Zu Dreharbeiten für die Serie, die nach der WM im Kinderkanal ausgestrahlt werden soll, war Bode in Bad Münder. Wir sprachen mit dem Ex-Nationalspieler über das WM-Aus unseres Kapitäns Michael Ballack, die Folgen und die „T-Frage“. .

Der „Knöchel der Nation“ beherrscht die Schlagzeilen. Viele forderten auch die Nachnominierung von Torsten Frings...

Rein sportlich gesehen hätte Torsten Frings der Mannschaft mit seiner großen Erfahrung und in seiner derzeitigen Form helfen können. Aber Jogi Löw hat da die Entscheidungshoheit und sich festgelegt, dass er auf ihn verzichtet – das muss man eben akzeptieren.

Wer fehlt der Mannschaft mehr: Der Spieler oder die Führungsperson Ballack?

Beides. Ein Ballack in guter Form ist sportlich ein wichtiger Faktor, zuletzt hatte ich auch das Gefühl, dass es zusammen mit Schweinsteiger gut hätte funktionieren können. Er wäre auch als Führungsfigur wichtig gewesen. Man sollte jetzt aber nicht den Schluss ziehen, dass ohne ihn gar nichts mehr geht und mit ihm alles gut wäre.

Wäre es nicht denkbar, dass Löw mit Schweinsteiger als einzigem Sechser spielt?

Er wird im Training viel probieren, ich vermute aber, dass er an dem System festhalten wird. Es gibt ja Alternativen zu Ballack, aber keinen Spieler mit so viel Erfahrung.

Wer wäre denn ihr Favorit im Tor?

Der war für mich René Adler, nach seinem Ausfall ist das Rennen wieder offen. Ich glaube, dass alle drei eine Chance haben. Ein Faktor bei der Entscheidung wird vielleicht auch die Abstimmung mit der Abwehr sein – wem vertraut die Abwehr am meisten?

Sie haben Ihre Profikarriere 2002 beendet. Vermissen Sie den Fußball manchmal?

In den ersten Monaten war ich schon ein bisschen kribbelig, aber der Alltag verändert sich ja sehr stark. Es gibt Momente, da wird man ein kleines bisschen wehmütig, zum Beispiel bei großen Endspielen. Aber es ist nicht extrem, ich bin ja inzwischen auch auf andere Sportarten wie Tennis und Golf umgestiegen.



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