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HSC-Vorsitzender Fred Hundertmark schließt eine Fusion mit 07 nicht kategorisch aus: „Wir sind zu Gesprächen bereit“

Machen Tündern und Preußen bald gemeinsame Sache?

Fußball (hjk). Die Verantwortlichen von Preußen Hameln 07 lassen nichts unversucht, um die sportliche und wirtschaftliche Zukunft des Traditionsvereins zu sichern. Jetzt hat der kommissarische Vorsitzende Wolfgang Dam-meier Kontakt zum Nachbarn HSC Blau-Weiß Tündern aufgenommen und bei Vereinschef Fred Hundertmark angefragt, ob dieser sich eine Fusion beider Klubs vorstellen könne. Dammeier bekam vom HSC-Vorsitzenden keinen Korb, sondern eine vielversprechende Antwort. „Ich habe ihm gesagt, dass wir in Sachen Fusion gesprächsbereit sind. Das ist der Stand der Dinge“, bestätigte Fred Hundertmark gestern gegenüber der Dewezet-Sportredaktion. Keine Chance räumt der Chef des Bezirksoberligisten dagegen einer Jugendspielgemeinschaft zwischen dem HSC BW Tündern und Preußen 07 ein.

veröffentlicht am 09.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

Fred Hundertmark

Keine Zusammenarbeit im Juniorenbereich

„Das bringt überhaupt nichts, und wir haben auch gar kein Interesse daran. Bei uns ist in Sachen Finanzen und Personal alles ausgereizt“, ließ Hundertmark seinen Preußen-Kollegen wissen. Im Juniorenbereich arbeiteten beide Klubs schon einmal zusammen. Die Jugendspielgemeinschaft (JSG) wurde, um damals mit den hannoverschen Großvereinen mithalten zu können, 1972 ins Leben gerufen. Unter Regie der Jugendleiter Jürgen „Opa“ Nitschke und Hermann Jämmrich feierte die JSG bemerkenswerte Erfolge. Diese „Ehe“ ging dann allerdings im Juni 1987 in die Brüche.

Seitdem pflegen beide Vereine zwar einen respektvollen, aber nicht gerade sehr freundschaftlichen Umgang miteinander. Die sportliche Rivalität ist groß. Dennoch scheint es jetzt eine Annäherung zu geben. „Es ist doch immer besser, man spricht miteinander als

übereinander“, sagt Hundertmark. Schließlich sieht der Vereinschef auch die Situation bei den Blau-Weißen nicht nur rosarot. Angeblich wollen zahlreiche Leistungsträger den HSC zum Saisonende verlassen. „Es wird in diesen Tagen viel geredet, aber bestätigen kann ich das nicht. Wir werden in Kürze mit unseren Spielern sprechen“, kündigte der Vorsitzende an. Einen Wechsel des 23 Jahre alten Spielmachers Matthias Günzel zum Nachbarn SSG Halvestorf dementierte er im Übrigen nicht …

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Bei den Hamelner Preußen liegen derweil, wie berichtet, alle Personalplanungen erst einmal auf Eis. Im Moment weiß niemand, wie es sportlich und wirtschaftlich weitergeht – und in welcher Liga 07 in der nächsten Saison spielt. Bis zum 31. März muss die Lizenz für die neue Oberligasaison beantragt werden. Ob Preußen die dann erhalten würde (im Fall des Nichtabstiegs), ist zumindest fraglich. Zudem ist der 102 Jahre alte Verein nach wie vor auf der Suche nach einem 1. Vorsitzenden, einem Schatzmeister und einem Präsidenten. Auch einen Termin für eine Mitgliederversammlung gibt es noch nicht. Dammeier („Wir müssen erst die Bilanzen erstellen“) und Jugendleiter Roman Klodnyckyj sind nach dem Rücktritt des 1. Vorsitzenden Henner-E. Kerl nach wie vor mit „Aufräumarbeiten“ in der Vorstandsetage beschäftigt.

Das Thema Fusion soll bei der nächsten Sitzung wieder auf die Tagesordnung kommen. Dammeiers Traum: „Nicht nur Tündern und Preußen 07 müssten in Zukunft gemeinsame Sache machen, auch die SSG Halvestorf-Herkendorf gehört mit ins Boot. Denn nur mit einem starken Verein hätte der Spitzenfußball in dieser Region eine Chance.“ Der Optikermeister beweist Weitsicht. Vielleicht ruft er ja schon heute seinen Halvestorfer Kollegen Wilfried Meerhaut an …

Bislang kämpfen sie gegeneinander – die Fußballer von Preußen 07 und HSC Tündern. So wie hier in der vergangenen Saison der Bezirksoberliga. Ruven Klimke (rechts) attackiert Tünderns Torjäger Alexander Liebegott.

Foto: nls



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