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Braun-Nachfolger beim Verbandsligisten TSG Emmerthal / „Einfach kann jeder“ lautet sein Motto

Loncovic übernimmt Himmelfahrtskommando

Handball (kf). Er ist schneller wieder zurück auf der Bühne, als viele erwartet haben. Danilo Loncovic, im Sommer beim Regionalligisten HF Springe nach dem Aufstieg völlig überraschend entlassen, wird neuer Cheftrainer beim abstiegsbedrohten Verbandsligisten TSG Emmerthal. Nach 2:16 Punkten zogen die Verantwortlichen an der Emmer die Notbremse. Der 56-Jährige löst den erfolglosen Coach Matthias Braun ab und übernimmt gleichzeitig aber auch ein Himmelfahrtskommando.

veröffentlicht am 03.11.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

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Gestern Abend hat der Trainerfuchs zum ersten Mal die Spieler des TSG-Kaders in der Sporthalle Kirchohsen schwitzen lassen. Schon vor dem ersten Aufgalopp unter seiner Leitung war ihm klar: „Das ist eine große Baustelle, auf der es reichlich Arbeit gibt.“ Dennoch hat Loncovic, der bereits vor elf Jahren auf der Emmerthaler Bank saß, die schwierige Aufgabe übernommen. „Einfach kann jeder“, lautet sein Motto.

Und Erfahrung im Abstiegskampf bringt er mit. So hievte der A-Lizenztrainer auch schon den TV Jahn Duderstadt erfolgreich aus dem Tabellenkeller der Regionalliga. Seine erst vor wenigen Wochen übernommene Aufgabe beim VfL Hameln gibt Loncovic trotz seiner neuen Funktion nicht auf. Er trainiert weiter die B-Jugend.

Den ersten Kontakt mit dem Hamelner Handball-Urgestein knüpfte TSG-Boss Stephan Kutschera bereits vor der Niederlage in Plesse. Am Montag wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. „Ich helfe gern, aber die Mannschaft muss mitziehen“, machte der Vollblut-Handballer deutlich. „Bei den Spielern muss Handball jetzt wieder absolut im Vordergrund stehen.“ Das erste Mal nimmt Danilo Loncovic am 15. November auf der TSG-Bank seinen Platz ein. Doch Sitzen ist bekanntlich für den engagierten Coach ein Fremdwort.

Wenn die Partie gegen die HSG Nienburg angepfiffen wird, wird er seine Mannschaft wohl eher in gewohnter Manier wie „ein Löwe im Käfig“ vom Spielfeldrand aus dirigieren. Der Premiere blickt der 56-Jährige schon jetzt mit dem nötigen Optimismus entgegen: „Wir brauchen ganz schnell ein Erfolgserlebnis.“

Stephan Kutschera ist überzeugt davon, mit der Verpflichtung von Loncovic die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Er kann die Mannschaft wachrütteln und bringt reichlich Erfahrung mit.“ Allein den Klassenerhalt hat der Handball-Boss der TSG als Saisonziel ausgegeben. Die Zusammenarbeit mit Vorgänger Matthias Braun wollen die Emmerthaler aber keinesfalls abbrechen.

„Wir werden Gespräche führen und versuchen, ihn im Jugendbereich weiter zu binden. Denn hier hat er hervorragende Arbeit geleistet. Da sind deutliche Fortschritte zu erkennen“, weiß Kutschera, für den die Nachwuchsarbeit schon seit vielen Jahren eine enorm wichtige Rolle in der größten Abteilung des Traditionsvereins spielt.

Engagiert und temperamentvoll am Spielfeldrand: So werden die Zuschauer Danilo Loncovic künftig auch beim Verbandsligisten TSG Emmerthal erleben.

Foto: aro

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