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Deister-Klub steigt auf – und Hameln möglicherweise ab …

Lonco tanzt, Springe feiert – aber was wird aus dem VfL?

Handball (hjk). Die Handballfreunde Springe landeten am Wochenende einen historischen Erfolg: Mit dem umjubelten 41:22-Triumph über den TSV Barsinghausen sicherte sich der Oberligist vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Nord. Über 500 Zuschauer, darunter extra engagierte Trommler des Fanfarenkorps Alt-Laatzen, waren in der rappelvollen Sporthalle beim Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen und feierten das Team von Erfolgstrainer Danilo Loncovic überschwänglich. „Für die Region ist es umheimlich gut, dass wir den Aufstieg geschafft haben“, freute sich der ehemalige Hamelner VfL-Spieler.

veröffentlicht am 03.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:41 Uhr

Meisterlicher Jubel: Von links Melching, Koß, Lakenmacher.

Mit dem Titel-Triumph ging auch ein großer Traum von Springes Mäzen Peter Othmer in Erfüllung. Schon 15 Minuten vor dem Abpfiff streifte sich der Sponsor das Shirt mit der Aufschrift „Der Meister kommt vom Deister“ über. Jetzt freut sich der 64 Jahre alte Baustoffkaufmann auf die Drittliga-Derbys gegen seinen Ex-Klub VfL Hameln. Doch ob diese brisanten Duelle um die „Nummer 1 im Weserbergland“ überhaupt zustande kommen, ist sehr fraglich. Denn seit Sonnabend hat sich die sportliche Überlebenschance des VfL in der Regionalliga Nord dramatisch verschlechtert. Der Grund: Die HSG Wolfen verabschiedete sich mit einem 42:32-Sieg gegen ATSV Habenhausen aus der gefährdeten Zone, der VfL aber steckt mittendrin im Abstiegskampf.

Krone klammert sich an den Strohhalm

Denn wahrscheinlich müssen vier Mannschaften die 3. Liga verlassen. Neben dem Schlusslicht SV Staßfurt (6:48 Punkte) und dem Vorletzten Oebisfelde (11:43) wären das nach der augenblicklichen Tabellenlage auch der VfL Hameln und Habenhausen (beide 17:37). Selbst Glinde (21:33) ist noch nicht aus dem Schneider. Vier Vereine müssen die Staffel verlassen, weil aus der 2. Liga Aurich und Bremervörde nach unten durchgereicht werden. Beide Klubs haben Insolvenz angemeldet. Sollten sie, wie es gegenwärtig aussieht, auch sportlich absteigen, kämen sie in die Regionalliga. Schaffen sie indes noch den Klassenerhalt, würden sie als insolvente Vereine in den Landesverband einsortiert. Auf diese Konstellation spekuliert Hamelns Manager Ralph Krone, denn dann gäbe es nur zwei Absteiger. „Außerdem“, so der 42-Jährige, „haben noch nicht alle Vereine für die neue Regionalligasaison gemeldet. Vielleicht nimmt ja einer sein Startrecht nicht wahr“, hofft Krone auf ein Happy End des auf der Kippe stehenden VfL.

Aber es gibt auch noch ein Horror-Szenario mit fünf (!) Drittliga-Absteigern: Dieser Fall tritt ein, wenn Aurich und Bremervörde die 2. Liga als Regelabsteiger verlassen müssen – und der Drittletzte Bernburg die Entscheidungsspiele gegen den Südstaffel-Kontrahenten verliert …

Meisterlicher Tanz: Erfolgstrainer Danilo Loncovic. Fotos (2): aro

Hier das Restprogramm der Abstiegskandidaten:

14. VfL Hameln (17:37 Punkte/Torverhältnis minus 54): Aschersleben (A), Wolfen (H), Staßfurt (A)

13. ATSV Habenhausen (17:37 Punkte/-46): Fredenbeck (A), Duderstadt (H), Münden (A)

12. Glinde (21:33 Punkte/ -20): Köthen (H), Barnstorf (H), Fredenbeck (A)



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