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Es begann beim Fototermin: Madeline Piel und Moritz Muschik haben geheiratet

Liebe auf den ersten Klick

HAMELN-PYRMONT. Verliebt, verlobt – und jetzt verheiratet. Auch im Sport verschießt Amor seine Pfeile und sorgt für die schönsten Geschichten. In diesem Fall beim Fußball. Und so führte Afferdes Torhüter Moritz Muschik seine Traumprinzessin Madeline Piel vom SV Hastenbeck in Coppenbrügge vor den Traualtar.

veröffentlicht am 03.09.2017 um 12:35 Uhr

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Hier erzählt der Bräutigam, wie alles begann.

Es war ein grauer Sommertag im Juni 2014, es regnet in Strömen. Die Kapuze habe ich tief ins Gesicht gezogen. Sie glänzt durch die feine Wasserschicht, die das Licht am Vereinsheim reflektiert. Na gut, trotzdem raus auf den matschigen Sportplatz. Mein erster Fototermin als freier Mitarbeiter steht an – für die Dropkick-Ausgabe der Dewezet.

„Wollen wir das Foto wirklich heute machen?“, frage ich, in Hastenbeck angekommen. In der Hoffnung, zu Hause auf dem trockenen Sofa noch was vom WM-Spiel mitzubekommen. „Doch klar, das machen wir jetzt schnell“, meint Nicole Tappe, Trainerin der Zweiten – und schickt gleich zwei Spielerinnen, um Bänke zu organisieren. Also ab unter die Bäume an die Mittellinie. Der Regen prasselt weiter unaufhörlich. Egal, fertig fürs Fotoshooting. Lächeln, bitte! Klick! Ich muss den Kamerasucher etwas nach unten richten. Wow, wer ist das denn? Was für eine Ausstrahlung, hinreißendes Lächeln. Sie kneift die funkelnden Augen ein Stück zusammen. Klick!

„Soll ich dir die Namen noch geben?“, fragt Trainer Jens Günther. „Passt schon, die bekomme ich irgendwie raus. Die Merk-Zettel sind eh nass geworden auf dem Rasen.“ Lieber schnell zurück nach Hause. Und die Namen? Die bekomme ich natürlich nicht raus. Ich frage Nora Haas. Sie macht mit mir gerade Abitur, spielt auch in der Mannschaft. „Alle Namen kann ich dir leider auch nicht sagen. Frag mal die Kapitänin, die zweite von unten links auf dem Mannschaftsfoto.“ Ich gucke mir das Bild noch einmal genau an. Es ist Madeline. Die mit dem hinreißenden Lächeln. Und es klappt. Sie verrät mir die Namen, wir bleiben in Kontakt. Ein paar Tage später treffen wir uns zum Fußballgucken auf dem Werder. Im Spiel um Platz drei treffen die Niederlande auf Brasilien. Und im Strandkorb treffe ich die Frau meines Lebens. Am Samstag heiraten wir nun. Und wenn ich Madeline im Brautkleid vor mir sehe, werden meine Augen sicher funkeln – und ich werde denken: Wow! So wie an diesem regnerischen Sommertag vor drei Jahren. mo/ro

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