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Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den 29. DTH Open

Lemke ist der Geheimfavorit

Hameln. Heute beginnen die 29. DTH Open. Das bundesweite Ranglistenturnier ist in Hameln jedes Jahr das absolute Highlight der Tennis-Saison. In diesem Jahr ist mit dem bulgarischen Tennisprofi Alexander Lazov sogar ein Davis-Cup-Spieler am Start. Wir beantworten vor Beginn der DTH Open die wichtigsten Fragen.

veröffentlicht am 30.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Wie viel Preisgeld gibt es insgesamt zu gewinnen?

Das Gesamtpreisgeld beträgt in diesem Jahr wieder 7000 Euro, die Sieger der Einzelkonkurrenzen bei den Damen und Herren erhalten je 1400 Euro. Die Finalisten erhalten 700 Euro, die Sieger der Nebenrunden-Einzelkonkurrenzen je 245 Euro.

Sind die beiden Titelverteidiger Manon Kruse und Christopher Koderisch wieder am Start?

Ja, beide haben gemeldet und gehören auch in diesem Jahr wieder zum Favoritenkreis. Koderisch ist bei den Männern mit vier Titeln der Rekord-Champion der DTH Open. Kruse stand schon siebenmal im Finale, drei davon gewann sie. Mit drei Titeln ist sie Rekordsiegerin bei den Frauen.

Wer zählt bei den Frauen außerdem zum engeren Favoritenkreis?

Das Frauenturnier ist mit elf Spielerinnen aus den Top 100 der DTB-Rangliste bärenstark besetzt. Absolute Topfavoritin ist Katharina Lehnert (Braunschweiger THC). Lehnert hat die Open vor vier Jahren gewonnen, inzwischen rangiert sie auf Platz 28 der DTB- und Platz 595 der Weltrangliste. „Wenn sie in Form ist, wird sie nur sehr schwer zu schlagen sein“, meint DTH-Pressesprecher Cord Wilhelm Kiel. Carina Liftin (Bremerhavener TV, DTB 41) ist momentan an Position zwei gesetzt, gefolgt von Katharina Holert (ETUF Essen, DTB 50). Manon Kruse (TC Union Münster) und Romy Kölzer (TC Bayer Leverkusen) rangieren beide an Position 61 der deutschen Rangliste und gehören damit auch zu den Titelfavoriten.

Und wer zählt bei dem Herren-Turnier zu den Titelfavoriten?

Bei den Herrn gab es vor wenigen Tagen noch einen ganz klaren Titelfavoriten – und zwar den Vorjahresfinalisten Lennart Zynga. Doch die Nummer 43 der DTB-Rangliste sagte seine Teilnahme kurzfristig ab. Der Grund: Der 23-jährige Halterner feierte gerade beim 5:1-Sieg in Köln ein starkes Bundesliga-Debüt für den deutschen Meister Blau-Weiß Halle und war „einfach nur megahappy, mir endlich den Traum von der 1. Bundesliga erfüllt zu haben“. Statt bei den DTH Open ist Zynga nun am Freitag und Sonntag voraussichtlich wieder in der Bundesliga im Einsatz. Die Nummer eins der Setzliste ist der bulgarische Tennisprofi und Davis-Cup-Spieler Alexander Lazov. Der Linkshänder vom Zweitligisten Dorstener TC ist aktuell die Nummer 327 der ATP World Tour und 39. der DTB-Rangliste. Auf dem Papier ist Dominik Bartels (Suchsdorfer SV, DTB 74) an Position zwei ein weiterer Favorit, allerdings scheiterte Bar-tels vergangenes Jahr ebenfalls als Nummer zwei des Tableaus bereits in der ersten Runde.

Gibt es den einen oder anderen Geheimfavoriten?

Bei den Männern sollte man Florian Lemke vom TC BW Soest auf der Rechnung haben. Lemke, der übrigens als Junior zur Weltspitze gehörte, dann aber Studium und Ausbildung einem Leben als Tennisprofi vorzog, spielt nur wenige Turniere und ist laut Kiel „daher erheblich stärker einzuschätzen als sein derzeitiger Platz 106 der deutschen Rangliste“. Lemke trat bisher dreimal bei DTH Open an, einmal gewann er, einmal stand er im Finale. Bei den Frauen ist Vorjahresfinalistin Sina Niketta (Rochusclub Düsseldorf, DTB 74) eine Geheimfavoritin. Zudem sind einige ganz junge Spielrinnen am Start, die schon für Aufsehen sorgten. Zum Beispiel die 16-jährige Anastazja Rostovska vom DTV Hannover, die bereits auf Platz 76 der deutschen Rangliste steht, oder die erst 14-jährige Lena Greiner vom TC Gifhorn (DTB 185). „Es ist immer spannend zu sehen, wie sich diese Talente schlagen. Manchmal sorgen gerade sie für große Überraschungen“, so Kiel.

Welche Lokalmatadoren sind am Start – und was ist von ihnen zu erwarten?

Bislang haben Marcel Baenisch und Lars Hartmann vom Landesliga-Aufsteiger DT Hameln gemeldet. „Wenn beide eine gute Auslosung erwischen und in Topform sind, halte ich es durchaus für möglich, dass einer von ihnen das Halbfinale erreicht“, so Kiel. Gleiches gelte auch für Benno Wunderlich, der von der Turnierleitung eine Wild Card für das Turnier erhält. Für Nachwuchstalent Lukas Lemke vom HTC dürfte bereits die Qualifikation fürs Hauptfeld ein Erfolg sein, „aber in ein paar Jahren wird auch mit ihm zu rechnen sein“, ist sich Kiel sicher. Bei den Frauen sind keine heimischen Tennisspielerinnen am Start. Vermutlich, weil die Konkurrenz zu stark ist.

Wird es ein Qualifikationsturnier geben?

Ja, aber nur bei den Männern. Hier kämpfen 21 Spieler um die letzten acht Startplätze im Hauptfeld. Unter anderem auch vier Lokalmatadoren: Daniel Weigelt, Marian Rouven Hartung (beide DTH), Lukas Lemke (Hamelner TC) und Renat Bercheev (TV Hessisch Oldendorf). Los geht es am Donnerstag um 14 Uhr.

Was kostet der Eintritt?

Nichts, der Eintritt ist frei. „Wir hoffen auf möglichst viele Zuschauer. Das hängt natürlich auch vom Wetter ab“, sagt Kiel. Der Pressesprecher des DT Hameln wünscht sich, dass es trocken bleibt und nicht zu heiß wird: „Das wäre perfektes Turnierwetter!“



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