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Segeln: Bad Münderanerin Fischer Achte bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft

„Laser-Lina“ legt sich mächtig ins Zeug

BERLIN. Die steife Brise, die bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Laser-Segler ab und an über den Wannsee fegte, wusste Lina Kristin Fischer aus Bad Münder bestens zu nutzen. Da hieß es aber nicht „Pack die Badehose ein“, sondern in Berlin war vor allem der dicke und warme Neopren-Anzug gefragt.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 15.10.2017 um 23:50 Uhr

Das Spiel gegen Wind und Wellen beherrschte Lina Kristin Fischer mit ihren Laser Radial auch auf dem Wannsee bestens. Foto: Sören Hese/Sailing Photography
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Bei einer der wichtigsten Regatten der olympischen Frauen-Bootsklasse legte sich das Laser-Talent vom Deister mal wieder mächtig ins Zeug. Und nach sieben Regatten konnte die ehemalige Schülerin des Hamelner Schiller-Gymnasiums jubeln. Mit Rang acht hatte sie, die seit Anfang September im Olympia-Stützpunkt Kiel-Schilksee wohnt und trainiert, den Einzug ins Finale erreicht. Beim abschließenden „Medal Race“ ließ die jüngste Teilnehmerin ihrer Bootsklasse, die nebenbei auch noch auf der Suche nach Sponsoren für ihre leistungs- und kostenintensive Sportart ist, trotz Regen mit Platz sieben ihre Qualitäten erneut aufblitzen. Im illustren Feld des Finales durfte sich Lina Kristin Fischer auch noch einmal mit ihrer Trainerin messen. Franziska Goltz, 2012 bei den Olympischen Spielen in London für Deutschland am Start, musste sie aber den Vorrang lassen. Die Schwerinerin landete als Dritte auf dem Medaillenpodest. Den Sieg ließ sich Hannah Anderssohn (Warnemünde) vor der Lokalmatadorin Julia Büsselberg nicht nehmen. Mit ihrem Auftritt in Berlin ist die Seglerin aus dem Weserbergland im internen Ranking der Nachwuchs-Trainingsgruppe des Kieler Stützpunktes bereits auf Rang drei vorgerückt.

Zufrieden kann mit den Leistungen seiner Tochter natürlich auch Vater Klaus Fischer sein: „Nach der kurzen Zeit in Kiel sind schon große Fortschritte zu erkennen. Das ist ungewöhnlich und lässt hoffen, dass wir in Zukunft noch viel Positives von ihr hören werden.“ Vielleicht schon in Warnemünde, wo am letzten Oktober-Wochenende bei der Heldenspuk-Regatta die Boote in dieser Saison zum letzten Mal zu Wasser gelassen werden.

Doch die 16-jährige Bad Münderanerin, bei der neben dem Schulalltag längst ihr Laser-Boot sowie der Kampf gegen Wasser, Wind und Wellen den Tagesablauf an der Kieler Förde bestimmen, hat auch schon die Termine der Segelsaison 2018 in ihrem Kalender notiert. Der Auftakt ist im Frühjahr – mit einem Trainingslager auf Mallorca. Und vor „Malle“ muss sie dann auch gleich internationale Klasse beweisen. Denn dort wird im April um den begehrten „Princess Sofia Cup“ gesegelt. Ein sportliches Ereignis internationaler Klasse, bei dem schon seit 1968 die besten Segler und Seglerinnen der Welt dabei sind.

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