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HSG Lügde/Bad Pyrmont bleibt auf Erfolgskurs: Neunter Sieg im neunten Spiel

Landesliga lockt: Trainer Hänning will die Strippen schon richtig ziehen

Er konnte strahlen: HSG-Trainer Jörn Hänning nach dem neunten Sieg seiner Handball-Damen.

veröffentlicht am 06.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

Kollektives Jubeln war beim Spitzenreiter HSG Lügde/Bad Pyrmont nach dem schwer erkämpften Heimerfolg gegen Schaumburg-Nord angesagt.

Fotos: haje

Handball (kf). Nach dem 24:20 (8:11)-Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten Schaumburg-Nord war bei den Frauen der HSG Lügde/Bad Pyrmont erst einmal Feiern angesagt. Denn mit dem neunten Sieg in Folge sicherte die HSG vor 100 Zuschauern den Spitzenplatz in der WSL-Oberliga und holte sich frühzeitig die inoffizielle Herbstmeisterschaft.

Mit vier Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz müssen sich die HSG-Frauen, die den Herren in der Pyrmonter Südhalle längst den Rang abgelaufen haben, nun tatsächlich mit dem Thema Landesliga-Aufstieg beschäftigen. „Der Weg ist lang. Doch wenn es tatsächlich klappen sollte, werden wir auch aufsteigen“, gab sich Trainer Jörn Hänning nach dem Spitzenspiel recht gelassen. Jetzt schon nach den Sternen zu greifen, ist für den erfahrenen Handballer absolut nicht das Ding: „Erst einmal müssen wir in zwei Wochen das letzte Spiel des Jahres gegen Exten/Rinteln gewinnen. Danach macht es tatsächlich Sinn, sich zu Beginn des Jahres einmal ernsthaft mit der Landesliga zu beschäftigen.“

Doch erste Gedanken schwirren Jörn Hänning, dessen Großvater Walter – besser bekannt als „Brüder“ – die Pyrmonter Herren vor mehr als 25 Jahren in die Bezirksliga führte, schon durch den Kopf. „Wichtig ist, dass die Mannschaft zusammenbleibt“, ist für ihn entscheidend. So hofft er, dass seine Rückraumspielerin Juliane Milkowski, die ein Lehramtsreferendariat in die Kurstadt zog, auch in der kommenden Saison dem Verein treu bleiben kann. „Sie spielt in unseren Plänen einen ganz wichtigen Part.“ Ebenso das routinierte Trio mit Kreisläuferin Doreen Männich, Torhüterin Melanie Danger und Trainerfrau Daniela Hänning. Ansonsten setzt die HSG auf den Nachwuchs. Jüngste im Team ist die 18-jährige Kim Gödeke.

Über Neuzugänge konnte sich der Trainer noch nicht äußern: „Wir haben noch keine Gespräche geführt.“ Doch wo er den Hebel ansetzen muss, wenn das HSG-Team gezielt verstärkt werden soll, ist dem 27-Jährigen klar: „Eine Spielmacherin und eine torgefährliche Linkshänderin, das wäre optimal.“ Der Elektro-Installateur ist in den kommenden Wochen also gefordert. „Wir werden die Strippen schon richtig ziehen“, verabschiedete er sich lachend in die Kabine seines Erfolgsteams.

Im Spitzenspiel tat sich die HSG lange Zeit schwer und lag nach 40 Minuten noch mit 10:13 im Hintertreffen. Erst als Schaumburgs Spielmacherin Jennifer Dröscher verletzt ausschied, kippte die Partie. Spätestens nach der 20:15-Führung für die HSG war das Spiel entschieden. Tore: Annalena Gödecke (6), Doreen Männich (5), Stefanie Diener (3), Melanie Rogos (3), Kim Gödeke (2), Verena Heinrich (2), Daniela Hänning, Juliane Milkowski.



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