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Triathlon: Lokalmatador triumphiert in Hameln / Kyra Frenz schnellste Frau / Nur 363 Finisher

Krug nutzt Gunst der Stunde

HAMELN. „Ein Kontrastprogramm ist es schon. Aber der Hameln-Triathlon kann doch mit der EM mithalten. So Manches ist hier sogar besser“, sagte Rainer Coordes. Der Hildesheimer kann das beurteilen. Noch von wenigen Tagen startete er bei der Senioren-EM im schottischen Glasgow, gestern beim 29. Hamelner Triathlon.

veröffentlicht am 19.08.2018 um 15:52 Uhr

Triumphierte beim Hameln-Triathlon: Lokalmator Garvin Krug vom ESV. Foto: nls

Autor:

Matthias Abromeit
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„In Glasgow fürchten sich alle vor dem liquid-sunshine, wie der plötzliche Regen genannt wird“, sagte Coordes. Auch die gewohnten Wendepunkt-Kurven gegen den Uhrzeigersinn behagten ihm mehr als der Links-Verkehr in Schottland. „Und dann gab es bei der EM keine Duschen – hier schon“, lobte er. Nur in einem Punkt kam der Hameln-Triathlon in diesem Jahr nicht mit. Nur 363 Finishern und damit kaum zwei Drittel der bisherigen Zahlen waren bei strahlendem Sonnenschein dabei. „Es liegt einfach an der Zwangsverschiebung in den August. Ich hoffe, wir kommen mit einer schwarzen Null heraus. Aber wir wollten den Triathlon nicht in diesem Jahr aus dem Kalender verschwinden lassen“, sagte Cheforganisator Nils König. Auf die besten Leistungen hatte das kleinere Feld aber keinen Einfluss. Hamelns Nummer eins, Garvin Krug, legte die 500 Meter im Südbad, die 20 Rad- sowie die Fünf-Laufkilometer in 57:15 Minuten zurück. Damit war er nur zwei Sekunden langsamer als der diesmal nicht gestartete Vorjahressieger Marc Günther (Wolfsburg). Krug hatte seinem Teamkollgen Daniel Behrens (Platz zwei in 59:51) beim Schwimmen noch den Vortritt gelassen. Doch schon auf der Radstrecke fuhr er vorbei und dem Sieg entgegen. Da die beiden Top-Hamelner in der ersten Startgruppe, die eigentlich den Senioren vorbehalten war, antraten, war gewollt. Beide mussten nach ihrem Rennen noch Helferdienste leisten – und nebenbei hoffen, dass keiner der späteren Starter noch eine bessere Zeit hinlegte. Tat aber keiner. Denn Krugs Zeit war gut und die ärgsten Konkurrenten haben im August eben andere Termine. „Ich mag den Hameln-Triathlon. Hier ist immer eine tolle Stimmung“, brach der Sieger eine Lanze für sein Rennen. Beste Frau war Kyra Frenz (1:07:03) aus Lehrte. Zuwachs verzeichnete der Hameln-Triathlon allerdings bei den Kindern und Jugendlichen. Und zwar einen riesigen um 75 Prozent. Die Nachwuchsathleten kamen in Scharen - von der fünfjährigen Emma Schönherr aus Hameln bis zur ESV-Lokalmatadorin Finja Loges. Die konnte sich auch freuen. Im Rennen der W14 stieg sie als Erste aus dem Wasser. „Ich habe nur noch zwei vorbei gelassen“, sagte Loges. Und das waren ihre beiden besten Freundinnen Emma Langer (Lehrte) und Franca Protte (TSV Anderten) aus dem Landeskader.

Die Erfolge der eigenen Jugend und vor allem die große Resonanz machten Hoffnung. „Wenn der Verband uns auch im nächsten Frühjahr für die Landes-Serie Süd haben will, bauen wir auch das noch aus“, sagt König. Dann sollen es wieder 800 Teilnehmer werden. „Im nächsten Jahr findet der Triathlon wieder im Mai statt – oder gar nicht“, stellte Nils König fest.

Organisator Nils König. Foto: nls
  • Organisator Nils König. Foto: nls
Warten auf den Einsatz: Die Kinder-Triathleten. Foto: nls
  • Warten auf den Einsatz: Die Kinder-Triathleten. Foto: nls
Beste Freundinnen: Die Drittplatzierte bei der W14, Finja Loges (li.), vom ESV und Siegerin Emma Langer aus Lehrte. Foto: mha
  • Beste Freundinnen: Die Drittplatzierte bei der W14, Finja Loges (li.), vom ESV und Siegerin Emma Langer aus Lehrte. Foto: mha
Sieger Garvin Krug. Foto: mha
  • Sieger Garvin Krug. Foto: mha
Rainer Coordes mha
  • Rainer Coordes mha
Organisator Nils König. Foto: nls
Warten auf den Einsatz: Die Kinder-Triathleten. Foto: nls
Beste Freundinnen: Die Drittplatzierte bei der W14, Finja Loges (li.), vom ESV und Siegerin Emma Langer aus Lehrte. Foto: mha
Sieger Garvin Krug. Foto: mha
Rainer Coordes mha


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