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Kutschenfahrer geben Gas am Ahorn

Keine Angst vor dem Wasserloch

AERZEN. Nur kein Achsenbruch! Quer durch das Gelände mit engen Kurven über Asphalt, Schotter, Gras und als Höhepunkt natürlich keine Angst, wenn es im Galopp durch das berüchtigte Wasserloch Richtung Ziel ging. Also das Kutschenfahren ist keinesfalls eine sportliche Veranstaltung für Sonntagsfahrer.

veröffentlicht am 28.08.2017 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 18:40 Uhr

Im vollen Galopp durch das Wasserloch: Stephan Kater und Nicodemus. Fotos (4): haje
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Da geht es schon richtig zur Sache. Darauf deutet auch die vorgeschriebene Ausrüstung mehr als deutlich hin. Ohne Helm und Sicherheitsweste spielt sich bei den Geländeprüfungen für die Fahrer und Fahrerinnen erst gar nichts ab.

So auch beim Fahrturnier im Ahorn. Wo vor allem die Wertungsprüfung zur OWL-Fahrsporttrophy und als Finale die „wilde Jagd“ durch das Gelände erneut zahlreiche Zuschauer an die anspruchsvolle Strecke gelockt hatten. Und die sahen wieder einmal Fahrsport vom Allerfeinsten. Denn das sportliche Highlight hatte nicht nur Fahrspezialisten aus der Region, sondern vor allem aus Westfalen und sogar der Lüneburger Heide in den idyllisch gelegenen Aerzener Ortsteil gelockt. Aus gutem Grund, denn das Areal gilt nicht umsonst als Geheimtipp unter den Könnern im Kutschenfahren. 46 Gespanne gingen in unterschiedlichen Leistungsklassen mit Pferden und Ponys an den Start. Und mit insgesamt 23 Wertungsprüfungen sorgte das verantwortliche Team des Kutschenfahrvereins Aerzen/Ahorn an zwei Tagen für ein straffes Programm.

Mit Julia Hobein und Ina Hölscher schickte der ausrichtende Verein auch zwei Starterinnen in die Prüfungen. Für die reichte es auf dem heimischen Terrain zwar nicht zum Sieg, aber vor allem Ina Hölscher zeigte mit ihren beiden Ponys „Revel Marcus“ und „Cantus of Shetlane“ eine respektable Leistung. Jeweils mit Platz vier in der Dressur, im Hindernisfahren und in der Gesamtwertung.

Julia Hobein und Lilly.
  • Julia Hobein und Lilly.
Mit einer starken Dressurleistung überzeugte Ina Hölscher.
  • Mit einer starken Dressurleistung überzeugte Ina Hölscher.
Eine Klasse für sich – Claudio Petters und San Laya.
  • Eine Klasse für sich – Claudio Petters und San Laya.

Für eine Glanzvorstellung sorgte Claudio Petters. Der für die Fahrgemeinschaft Heitlingen an den Start gegangene Hastenbecker jagte bei den Einspännern mit San Laya in spektakulärer Manier über die mehr als drei Kilometer lange Geländestrecke. Weder Wiese, Wald noch Wasser konnten das bestens eingespielte Duo aus der Spur bringen. Die Siegerschleife ließ sich Petters nicht nehmen. Nachdem die letzte Kutsche ins Ziel gekommen war, konnte Turnierleiter Ulrich Telle eine positive Bilanz ziehen: „Ein toller Verlauf mit starken Leistungen.“

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