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Oberligist startet englische Woche am Sonntag in Oythe / Jermakowicz muss passen – Hilker fit

Kai Oswald plant schon die Preußen-Zukunft

Die Zukunft im Blick – und Oythe vor Augen: Preußen-Trainer Kai Oswald führt seine Mannschaft am Sonntag in eine strapaziöse englische Woche.

veröffentlicht am 19.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Foto: nls

Fußball. Preußen-Trainer Kai Oswald ist derzeit ein vielbeschäftigter Mann. Und das nicht nur, weil er sein Oberliga-Team auf eine strapaziöse englische Woche vorbereiten muss, die am Sonntag (15 Uhr) mit der Partie beim VfL Oythe beginnt und am nächsten Samstag (14 Uhr) nach der Zwischenstation in Meppen (Mi., 19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SC Langenhagen endet.

Vielmehr bastelt der 38-jährige Übungsleiter im Hintergrund schon eifrig an einer schlagkräftigen Mannschaft für die neue Saison. Ohne Handy geht da gar nichts und wohl dem, der eine Flatrate hat. Doch der einstige Juniorennationalspieler scheint bei seinen diversen Gesprächen schon auf einem guten Weg zu sein. „Der Stamm der Mannschaft hat seine Zusage gegeben, lediglich Daniel Boateng will erst einmal die sportliche Situation abwarten“, gibt der 07-Coach kurze Einblicke. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Verbleib von Ferit Tarak und Dominic Meyer. Gleichwohl wird der jetzige Kader für die eingleisige Oberliga, die im Katastrophenfall mit 22 Mannschaften in die Saison geht, definitiv qualitativ und quantitativ nicht ausreichen.

„Wir brauchen noch zwei Stürmer, zwei Mittelfeldspieler und natürlich auch noch was für die Defensive. Alles muss aber in unserem engen finanziellen Rahmen bleiben“, hat Oswald trotzdem einen vollgeschriebenen Einkaufszettel. Die Namen darauf wollte er aber noch nicht nennen, ein Kandidat wäre aber auf alle Fälle Eugen Fabrizius vom Kreisligisten VfB Hemeringen, der seit geraumer Zeit schon bei 07 mittrainiert. „Er ist einer, der es packen könnte. Vorausgesetzt, er verbessert seine körperliche Fitness“, sieht Oswald großes Potenzial beim 25-jährigen technisch beschlagenen Torjäger. Doch alle Bemühungen der Hamelner auf dem Personalsektor könnten schnell zur Makulatur werden, wenn die drei anstehenden Punktspiele nicht vom Erfolg gekrönt werden und der Klassenerhalt so noch einmal in große Gefahr gerät. „Wir benötigen sieben Punkte aus diesen Spielen, dann haben wir das Gröbste wohl hinter uns und können Ostern in aller Ruhe den Doppelpack gegen VfL Oldenburg und in Emden angehen“, rechnet Oswald vor.

Vorrangig zählt jetzt aber nur Oythe, und da wird es schon unangenehm genug für die Preußen. Bereits im Hinspiel hatte der Tabellenvierte aus Hameln, trotz des 2:0-Erfolges, große Probleme mit dem kompakten Aufsteiger. Dürfte diesmal auch nicht anders sein, zumal Oswald sein Team umstellen muss.

Angreifer Michael Jermakowicz zog sich beim 1:2 gegen Cloppenburg einen Muskelfaserriss zu und befindet sich im Krankenstand. Aus dem selbigen zurückgemeldet hat sich dafür Jannik Hilker. Welche Position er in Oythe bekleiden wird, ist noch offen. Möglich, dass er direkt hinter der Spitze Benjamin Belka aufgeboten wird und somit für zusätzliche Torgefahr sorgen kann. Noch nicht schlüssig ist sich der Preußen-Trainer, wen er auf der rechten Mittelfeldseite bringt. Nicht ausgeschlossen, dass Kastriot Hasani diesmal den Vorzug vor Anatoli Deck erhält.

Gleichwohl gilt für die Preußen wohl nur eine Devise: In Oythe punkten – und dann schnell weg, denn Meppen wartet schon. Und mit einem Dreier im Gepäck lässt sich der „unmögliche Mittwoch-Termin“, so Oswald, bestimmt leichter ertragen.



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