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15-jähriger Hamelner gehört zu den Besten in Niedersachsen

Jung, talentiert, ehrgeizig: Uber rückt ins Rampenlicht

Radsport. Er ist ständig auf Achse und an fast jedem Wochenende für den RRV Hameln-Pyrmont im Renneinsatz: Jan Gerrit Uber, 15 Jahre alt, gilt als größtes Radsporttalent im Weserbergland. Ein junger Mann mit Perspektiven, der in seiner Altersklasse (U17) zu den Besten gehört – zumindest in Niedersachsen. „Jan ist auf einem guten Weg. Er ist sehr ehrgeizig, hat im letzten Jahr einen großen Sprung nach vorn gemacht und dank seines intensiven Krafttrainings im Winter auch an Muskelmasse deutlich zugelegt“, lobt der 45 Jahre alte RRV-Trainer und A-Fahrer Thomas Engelbrecht das Hamelner Nachwuchs-Ass.

veröffentlicht am 19.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

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Mit 15 hat man noch Träume. Doch Jan Gerrit Uber hat „keine Rosinen im Kopf“, wenn es um seine sportliche Zukunft geht. „Ich fahre in erster Linie Rad, weil es mir großen Spaß macht“, gibt der junge Sportler offen zu. Was später einmal wird, wenn er in den Herrenbereich wechselt, darüber macht er sich heute noch keine Gedanken. „Vorrang hat die Schule, ich will den erweiterten Realschulabschluss machen“, sagt Uber. Der gebürtige Hamelner ist auch ein sehr guter Tischtennisspieler und gehörte sogar schon einmal zum niedersächsischen Landeskader. „Doch Radfahren macht mir mehr Spaß“, verrät der 15-Jährige, der nahezu seine gesamte Freizeit diesem Sport opfert.

Drei- bis viermal in der Woche hartes Training

Drei- bis viermal in der Woche schwingt sich Uber auf sein Rennrad und spult dann seine jeweils dreistündigen Übungseinheiten wie ein Uhrwerk ab. Ständiger Begleiter im Training ist sein Teamkollege und Freund Malte Warnecke. Der 21-Jährige steht auf dem Sprung zum B-Fahrer, ihm fehlt nur noch eine Platzierung.

Jan Gerrit Uber, der in dieser Saison u. a. bei der U17-Landesmeisterschaft auf der Straße Dritter wurde und bei einem gut besetzten Kriterium in Fuldabrück als Sieger durchs Ziel fuhr, ist ein Sprintertyp. Nicht nur bei schnellen Rundstreckenrennen spielt er immer wieder seine Schnelligkeit aus, auch auf der Bahn setzt sich der 1,71 Meter große Sportler gekonnt in Szene und erreichte bereits verblüffend gute Ergebnisse. So holte er bei der Landesmeisterschaft auf der Radrennbahn in Hannover gleich drei Medaillen.

„Doch Straßenrennen machen mehr Spaß“, sagt der Hamelner, der den belgischen Ex-Weltmeister Tom Boonen zu seinen sportlichen Vorbildern zählt. Gerne wäre Uber übrigens an diesem Wochenende bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Parchim gestartet. Doch dieser Traum platzte wegen eines Sturzes bei den norddeutschen Titelkämpfen.

Uber liebt seinen Sport. „Sonst würde ich ihn ja auch nicht machen“, sagt er ganz selbstbewusst. Doch „mächtig auf den Keks“ geht ihm die permanente Doping-Diskussion: „Gerade wir jungen Leute leiden unter diesem Thema. Wir haben mit Doping doch überhaupt nichts am Hut. Unsere Erfolge geraten in den Hintergrund. Das ist schade.“



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