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SSG-Manager plant zweigleisig / Trainerfrage wird in Halvestorf erst nach Saisonende geklärt

Jürgens sucht bereits Fehrmanns Nachfolger

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 26.04.2010 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

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Fußball. Die Tage von Trainer Ralf Fehrmann bei der SSG Halvestorf sind gezählt. Daran ändert wohl auch der durchaus mögliche Titelgewinn in der Bezirksliga nichts. Entschieden ist zwar noch nichts. Aber vieles deutet darauf hin, dass der am Saisonende auslaufende Trainervertrag nicht verlängert wird. Auch Kapitän Patrick Schiermeister geht davon aus, „dass wir im Sommer einen neuen Coach bekommen. Das hört man jedenfalls.“ Fest steht: Fehrmann selbst würde gerne am Piepenbusch bleiben. Aber der Verein zögert noch.

SSG-Manager Frank Jürgens bestätigte gegenüber der Dewezet-Sportredaktion, dass er bereits mit drei möglichen Nachfolgern verhandelt: „Wir müssen ja zweigleisig planen, falls wir nicht in die Bezirksoberliga aufsteigen sollten.“ Zwischen den Zeilen deutete Jürgens an, dass es durchaus denkbar sei, dass ein neuer Coach geholt wird. Zu Namen wollte sich Jürgens aber nicht äußern. Im Gespräch sind unter anderem Michael Söchting, Milan Rukavina und noch einige andere. Jürgens betonte, dass er Fehrmann gegenüber immer mit offenen Karten gespielt habe. „Erst wenn endgültig feststeht, in welcher Klasse wir nächste Saison überhaupt spielen, werden wir eine Entscheidung treffen. Vorher nicht. Das hatten wir aber auch so abgesprochen.“

Deshalb wunderte sich Jürgens am Samstag, „als ich in der Zeitung die Äußerung von ihm gelesen habe, dass es angeblich bis heute noch keine Gespräche zwischen uns gegeben haben soll. Ich habe nämlich erst am vergangenen Dienstag mit ihm gesprochen.“ Ein weiterer Termin am Donnerstag sei kurzfristig geplatzt, „weil ich viel um die Ohren hatte. Schließlich habe ich ja auch noch einen Beruf“.

Dass der SSG-Kader am Saisonende auseinanderbricht, befürchtet der Manager nicht. „Ich habe elf Zusagen für die neue Saison. Steve Diener hat gerade erst bei uns verlängert.“ Dass einige Spieler, die unbedingt in der Bezirksoberliga oder höher spielen wollen, mit ihrer Zu- oder Absage noch zögern, sei völlig normal. Einig ist sich der Bezirksligist laut Jürgens bereits mit drei Neuzugängen: „Spruchreif sind die Wechsel aber noch nicht.“ Es sei zwar auch ein Oberligaspieler dabei, „aber keiner von Preußen“.

Die Nachricht, dass die sportliche Ehe zwischen dem 46-jährigen Coach und der SSG kurz vor der Scheidung steht, kam für Kapitän Schiermeister nicht überraschend: „Damit hatte ich schon gerechnet.“ Schon gegen Ende der Winterpause kursierten immer wieder Gerüchte, dass einige Spieler unzufrieden seien. Schon damals rumorte es hinter den Kulissen. Vor einiger Zeit gab es eine Krisensitzung, wie Schiermeister bestätigte: „Die Sache ist aber geklärt. Die Spieler haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, mit Fehrmann die Saison zu Ende zu spielen.“ Der Kapitän hofft, dass sich das Team von der Unruhe im Umfeld nicht anstecken lässt: „Wir dürfen uns jetzt nicht ablenken lassen. Schließlich wollen wir den Titel holen.“ Nächster Gegner ist heute (19 Uhr) der TSV Kirchbrak. Mit einem Sieg wäre Platz eins zum Greifen nah.

Gehen Trainer Ralf Fehrmann und Manager Frank Jürgens bald getrennte Wege? Vieles deutet darauf hin, dass der Trainervertrag nicht verlängert wird.

Foto: nls

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