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Triathletin Rebecca Reckemeier überzeugt an der Côte d‘Azur

Jubel zwischen Jachten und Palmen

CANNES. „Wir packen unsere sieben Sachen, und dann ab in den Süden“, mit diesem Song tauchte ein gewisser Buddy im Sommer 2000 in den deutschen Chart-Listen auf. Jetzt war er bei den Reckemeiers fast richtungsweisend. Kalte Ostertage, Regen und ein trüber Himmel waren für Rebecca Reckemeier nicht das richtige Wetter.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 16:31 Uhr

Auf dem Weg ins Ziel: Rebecca Reckemeier beim internationalen Triathlon in Cannes. Foto: pr
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Die Triathletin des RRV Hameln, für den sie in dieser Saison an den Start geht, machte sich lieber auf nach Cannes.

Strahlender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und mit 23 Grad angenehme Temperaturen, damit waren für die Triathletin an der Côte d’Azur beste Wettkampf-Voraussetzungen geschaffen. Und der internationale Cannes-Triathlon für Rebecca Reckemeier genau der passende Anlass, warum sie sich auf den langen Weg ans Mittelmeer gemacht hatte. Auf mehr als 1000 Starter und Starterinnen wartete hier ein Wettkampf mit höchsten sportlichen Ansprüchen. Zwei Kilometer Schwimmen waren zum Auftakt eher eine Tortur. „Das war mein erstes Schwimmen im offenen Meer, und das war auch gleich richtig hart“, erinnert sich die Hamelnerin. Dann folgte eine Radstrecke quer durch das Esterel-Gebirge. Bergauf, bergab über 100 Kilometer. Da war nichts mit taktischem Geplänkel – bei 1500 Höhenmetern musste Rebecca Reckemeier die letzten Reserven abrufen: „Ich kannte vorher keinen Wettkampf mit solch einer anspruchsvollen Radstrecke.“

Danach heraus aus den Radschuhen, rein in die Laufschuhe. Und das so schnell wie möglich, denn auch in Cannes zählte jede Sekunde. Die 16 Kilometer am Hafen von Cannes entschädigten dann sogar für die hammerharte Radtour. Flache Distanz, vorbei an den Liegeplätzen der Luxusboote und Yachten, die im Hafen des Nobelortes ankern. Nach 5:26:02 Stunden endete der erste internationale Auftritt des Jahres. Und mit dem konnte Rebecca Reckemeier absolut zufrieden sein. Platz 16 in der Gesamtwertung und Rang zwei in der Altersklasse W35 waren aller Ehren wert. Damit war die Hamelnerin beste Deutsche im Feld der fast 100 Starterinnen. Unter den TopTen blieb die internationale Profiklasse unter sich. Emma Bilham aus der Schweiz stand nach 4:31:14 Stunden als Siegerin fest.

Der Auftritt an der Mittelmeer-Küste war für Rebecca Reckemeier nicht nur ein gelungener Auftakt in die Wettkampf-Saison 2017, sondern auch schon ein wichtiger Test für das zweite Highlight des Jahres. Im Herbst geht die Reise über den großen Teich. Dann heißt es für die Ausnahmesportlerin aus der Rattenfängerstadt „Auf nach Chattanooga“. Am zweiten Wochenende im September startet Reckemeier in Tennessee in ihrer Altersklasse bei der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft.

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