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Oberliga-Frauen bauen Spitzenplatz mit 28:22 gegen Nord Edemissen aus / Harter Schlag für Griese

Jubel total – Rohrsen wie es singt und tanzt

Handball (kf). Karneval in der Sporthalle Hohes Feld: Die Oberligafrauen des MTV Rohrsen bliesen Verfolger HSG Nord Edemissen kräftig den Marsch! Im Gipfeltreffen der vierten Liga versetzte das Topteam von der Weser 250 Zuschauer mit einem 28:22 (14:10) – dem achten Sieg im achten Heimspiel – in Jubelstimmung. Trainer Michael Hensel konnte erst nach dem Abpfiff richtig strahlen, denn das Spitzenspiel stand in der ersten Halbzeit unter keinem guten Stern. Schon nach zehn Minuten endete der Auftritt von Nina Griese. Nach einem mächtigen Schlag auf die Nase konnte sie sich die Partie nur noch von der Bank aus anschauen. „Zuerst war alles taub, und jetzt tut es höllisch weh“, stellte die erfahrene Rückraumspielerin nach dem Abpfiff fest.

veröffentlicht am 17.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:41 Uhr

Vielleicht fehlte Rohrsens Abwehr deshalb in der ersten Viertelstunde auch die nötige Griffigkeit. Richtig ins Spiel kam der Tabellenführer erst nach 20 Minuten. „Da hatten wir uns gefangen und konnten eine kräftige Schüppe nachlegen“, freute sich Trainer Hensel nach dem Abpfiff. Aus einem 9:9 machte sein Team mit druckvollem Tempospiel eine 18:10-Führung. Und im Tor steigerte sich Michaela Schostag zu einer Topleistung. „Die hat meinen Spielerinnen schnell den Nerv gezogen“, erkannte auch Edemissens Coach Gundolf Deterding. Der ärgerte sich aber gewaltig über sieben Strafwürfe, die seine Spielerinnen gegen Rohrsens überragende Nummer eins nicht im Tor unterbringen konnten.

„Die klare Führung haben wir nach dem 18:10 locker heruntergespielt“, war für Hensel wichtig. „Der Sieg ist danach nie in Gefahr geraten.“ Dafür sorgte einmal mehr Manuela Schostag, die nicht nur mit neun Toren glänzte, sondern Übersicht bewies, und ihre Mitspielerinnen oft genug in Szene setzte. Davon profitierte vor allem Saskia Diedrichs. Sie nutzte die Freiräume im Rückraum geschickt aus und erzielte fünf Tore.

Beim achten Heimsieg bot der MTV seinen 250 Fans zwar keinen sportlichen Leckerbissen, dennoch zeigte sich der Rohrsens Übungsleiter absolut zufrieden: „Das war zwar nicht hochklassig, doch in Spitzenspielen gilt es erst einmal richtig zu fighten. Und das ist meiner Mannschaft optimal gelungen.“ Am kommenden Sonntag reist der MTV zur Tabellenfünften HSG Northeim. „Da können wir uns mit drei Punkten Vorsprung und breiter Brust präsentieren“, blickt Hensel optimistisch nach vorn.

Rohrsen: Michaela Schostag, Svenja Neumann – Antje Peyerl (1), Anja Basteck (1), Michelle Sonntag, Saskia Diedrichs (5), Ines Brandt, Nina Griese (1), Janina Kohnke-Zander (3/1), Nevena Orsulic (3), Inga Symann, Manuela Schostag (9/2), Katharine Tyce (5), Amelie Feist.



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