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Abstieg abgehakt – Coach blickt nach vorn

Jetzt spricht Gasde: „Ich bleibe Trainer“

Bad Pyrmont. Wer als Fußball-Trainer absteigt, hat nichts mehr zu lachen. Im Gegenteil. Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief und das Dilemma wirft schlagartig auch viele quälende Fragen auf. Wieso, weshalb, warum – und mache ich überhaupt weiter? Ging auch Philipp Gasde nach dem Bad Pyrmonter 0:2-Drama gegen den FC Eldagsen nicht anders. Konsequenz: Er hüllte sich zwei Wochen lang in Schweigen und arbeitete alles auf. Aber jetzt ist Ende der Funkstille, spricht der 32-Jährige Klartext. „Ich übernehme die volle Verantwortung für den sportlichen Misserfolg und dieses verschenkte Jahr. Aber das passiert mir bestimmt nicht noch einmal“, blickt er nun voller Zuversicht und Mut in die sportliche Zukunft.

veröffentlicht am 30.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Und die beginnt ab August nicht mehr in der Landesliga, sondern in der Fußball-Bezirksliga. Philipp Gasde gibt aber auch zu, dass er während seiner persönlichen Bilanz der Katastrophen-Saison kurzfristig auch an einen Rücktritt gedacht hat, die Selbstzweifel aber im Eiltempo wieder verworfen hat. „Dass ich weiterhin Trainer in Bad Pyrmont bleibe und meinen Vertrag erfülle, stand relativ schnell fest. Schließlich hat sich trotz des Rückschlags an meinen langfristigen Zielen und denen des Vereins nichts geändert“, macht er deutlich.

Entsprechende Rückendeckung aus der Pyrmonter Vorstandsetage um Chef Lars Diedrichs hatte er unlängst schon erhalten. Künftig wird er von Beginn an allerdings auch als Spieler die Abwehr des Traditionsklubs organisieren. Eine nicht unwichtige Kursänderung, denn in der Rückserie hatte der Trainer trotz personeller Engpässe rund sechs Wochen gar nicht gespielt und sich nur auf seinen eigentlichen Job an der Außenlinie konzentriert. Damals zweifellos ein Fehler, denn in dieser Phase begann schon der schleichende Absturz. „Ich habe gedacht, ich sehe von draußen mehr. Nun aber bin ich davon überzeugt, dass ich der Mannschaft auf dem Platz mehr helfen kann“, begründet Gasde seine Entscheidung.

Und wie stellt sich der Spielertrainer die kommende Saison in der Fußball-Bezirksliga vor? „Ganz klar. Wir treten an, um Meister zu werden. Das ist unser Anspruch. Wenn ich sagen würde, wir wollen mit unserem neuen starken Kader nur Vierter werden, glaubt das doch keiner“, sendet der 32-Jährige ein deutliches Signal an die Klubs der 7. Liga. Am 9. Juli startet er mit der Vorbereitung in die Mission Aufstieg. Mit von der Partie sind dann auch die beiden Langzeitverletzten Benedikt Hagemann und Andrzej Matwijow. „Für mich praktisch zwei weitere Neuzugänge“, witzelt Philipp Gasde.



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