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Neue Staffeleinteilung in der 3. Liga ist für MTV-Trainer Frank Käber „der maximale Obergau“

Jetzt fährt Rohrsen schon bis Polen...

Hameln. Seit dem 22:19-Sieg in der Abstiegsrelegation gegen Altlandsberg strahlte beim Handball-Drittligisten MTV Rohrsen die Sonne. Doch die verzog sich ganz schnell, als der Deutsche Handballbund (DHB) am Montag die Staffeleinteilung für die kommende Spielzeit veröffentlichte. „Jetzt fährt Rohrsen schon bis Polen“ verrät ein Blick auf die künftige 3. Liga. Zwar nicht ganz, aber immerhin direkt an die Grenze nach Frankfurt/Oder.

veröffentlicht am 04.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Trainer Frank Käber war geladen, als er den ersten Blick auf die Ost-Staffel warf: „Das ist der maximale Obergau! Da wären wir in der West- oder Nordstaffel deutlich besser aufgehoben.“ Er weiß schon, was auf den MTV Rohrsen zukommt. Die neue Zwölferstaffel ist nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern vor allem auch sehr teuer. Und aus sportlicher Sicht hatte für Käber der Spielleiter bei der Neueinteilung der vier 3. Ligen kein glückliches Händchen gehabt: „Für uns eine unangenehme Staffel. Da ist kein Aufsteiger dabei, dafür aber jede Menge gestandener Mannschaften.“

Dabei denkt der gebürtige Berliner auf Rohrsens Trainerbank nicht nur an den dreifachen ehemaligen Europapokalsieger Berliner TSC, sondern auch an den Frankfurter HC, der 2004 zum letzten Mal den Deutschen Meistertitel gewann. Doch die Meisterschalen und Pokale verstauben bei beiden Klubs längst in den Vitrinen.

Die Serie der Osttouren ist mit Berlin und Frankfurt/Oder aber längst noch nicht abgehakt. Auch der HSV Marienberg, HC Leipzig II und Relegationsgegner MTV Altlandsberg laden herzlich ein. Dazu freut sich in Oberfranken erneut die HaSpo Bayreuth auf Rohrsens Besuch. Sechs Gegner, die summa summarum schon mal für lockere 4800 Reisekilometer und graue Haare bei Rohrsens Teamchef Robert Drechsler sorgen. Da sieht Käber die Auswärtsfahrten zu Germania Fritzlar, zur HSG Osterode, HSG Blomberg II, Union 92 Halle und zu HB Bad Salzuflen eher als Peanuts.

M. Bezdicek

Mit der Staffeleinteilung ist übrigens auch Rohrsens Ex-Trainer Mike Bezdicek absolut unzufrieden. Denn „Bezze“ coacht seit zwei Wochen die Frauen des Ligakonkurrenten HB Bad Salzuflen. Und im Lipperland heißt es für ihn und seine neue Mannschaft sogar noch etwas „früher aufstehen“, wenn die Auswärtsfahrten ins Brandenburger Land oder ins Erzgebirge gehen.



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