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Handball: Irreguläres Siegtor? Frank Wahl legt Protest gegen 25:26-Niederlage in Uetze ein

Irreguläres Siegtor? HO Handball legt Protest ein!

UETZE. Irreguläres Siegtor? Nach 25:26-Niederlage in Uetze: HO Handball legt Protest ein!

veröffentlicht am 19.03.2018 um 15:24 Uhr

Legt mit HO Handball Protest gegen die Wertung der zweifelhaften 25:26-Niederlage beim VfL Uetze ein: Trainer Frank-Michael Wahl. Foto: awa
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Erst flogen Modell-Flugzeuge durch die Halle – dann klappte Frank-Michael Wahl bei der anschließenden Landesliga-Spätschicht in Uetze die Kinnlade runter. Und das passiert dem einst weltbesten Handballer, der in seiner facettenreichen Karriere als Spieler und später dann als Trainer eigentlich schon alles an Kuriositäten und zweifelhaften Entscheidungen erlebt haben sollte, doch eher selten.

Aber die Vorkommnisse (wir berichteten) in den dramatischen Schlusssekunden bei der 25:26-Niederlage von HO Handball in Uetze schlugen dem Fass dann doch den Boden aus. „Potti“ war deshalb auch nicht nur mal kurz eben stinksauer – er kochte förmlich. Trotz starker Erkältung. Im Fokus die seiner Ansicht nach indisponierten beiden Schiedsrichter Sachtleben und Waldraff, die seinem Team mit einer vermeintlich irregulären Siebenmeter-Entscheidung nach der Schlusssirene noch den einen mühsam erkämpften Punkt raubten.

„Das können und lassen wir uns auch nicht gefallen. Wir haben sofort Protest gegen die Wertung eingelegt. Mal abwarten, was jetzt passiert“, ließen Frank Wahls Konsequenzen auch nicht lange auf sich warten. Der Ärger für HO Handball begann allerdings schon drei Sekunden vor dem Abpfiff. Der überragende Ruben Bormann hatte gerade mit seinem achten Treffer nach einer rasanten Aufholjagd zum 25:25 ausgeglichen, als plötzlich das Chaos Regie führte. Während er überglücklich mit dem Rücken zum Uetzer Tor Richtung Mittellinie lief, war der Ball schon bei Kreisläufer Jan-Wilhelm Wietfeld gelandet. Der stürmte sofort nach vorne und lief dabei mit voller Wucht gegen Bormann, der sich gerade umgedreht hatte. Beide fielen zu Boden und der Hessisch Oldendorfer bekam wegen eines angeblichen Fouls Rot – und der VfL Uetze einen Siebenmeter. Der hätte allerdings laut Reglement erst nach der Ballfreigabe durch die Schiedsrichter ausgeführt werden dürfen – also nach dem Ertönen der Schusssirene. Doch Torjäger Thorben Wietfeld warf schon vorher. Der Strafwurf war zwar drin, aber die Ausführung eben nicht regelkonform. Chance also vertan? Mitnichten, denn Sachtleben/Waldraff ließen ihn erneut antreten. Und das war laut Wahl irregulär. Wieder drin, aber diesmal zählte das Tor und die Niederlage von HO Handball war damit perfekt.

Tragischer Held in Uetze: Ruben Bormann warf acht Tore und kassierte dann noch eine fragwürdige Rote Karte. Foto: nls
  • Tragischer Held in Uetze: Ruben Bormann warf acht Tore und kassierte dann noch eine fragwürdige Rote Karte. Foto: nls

„Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass wir von diesem Schiedsrichter-Duo entscheidend benachteiligt wurden. Wir werden ihre mögliche Ansetzung bei unseren Spielen in Zukunft ablehnen“, legt der Rekordnationalspieler noch nach. Aber bei aller Enttäuschung sah Wahl auch positive Aspekte: „Die Moral in der Mannschaft ist intakt. Schade, dass unsere tolle Aufholjagd durch so eine falsche Entscheidung letztlich sinnlos war.“ Denn der Protest scheint wohl wenig Aussicht auf Erfolg zu haben.



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