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3:0 gegen Marienau: Hagen nach 21 Jahren zurück im Bezirk / Bisperodes Coach Markus Schwarz gratuliert der Sölla-Elf

Irre Meister-Party! So feiern die Germanen den Titel

Irre Meister-Party am Aechternbusch! Über 400 Zuschauer waren nach dem erlösenden 3:0-Sieg gegen Marienau außer Rand und Band. Kein Wunder, denn nach langer, langer Zeit steigt Germania Hagen als Kreisliga-Meister wieder in die Bezirksliga auf. Auf diesen Tag haben Hagens treue Fans lange gewartet, jetzt ist ihr Traum endlich wahr geworden. Mit dem 23. Saisonsieg, den Kevin Sölla (14., 36.) und Marvin Strobl (88.) perfekt machten, krönten die von Dirk Sölla gecoachten Germanen ihre Super-Saison.

veröffentlicht am 29.05.2011 um 19:21 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:12 Uhr

Schon bevor Kreisfußball-Boss Andreas Wittrock Kapitän Nils Lippert den Pokal überreichte, duschten Sölla und Co. mit Sekt und Bier. Alle waren total happy. Selbst der sonst so zurückhaltende Coach Dirk Sölla, der Vater des Erfolges, entpuppte sich ausnahmsweise als Feier-Biest, als er aus vollem Lauf in die Arme seiner jubelnden Jungs sprang.

Hoch über dem Pyrmonter Tal brachen jedenfalls alle Dämme. Die blau-weiße Fangemeinde der Germanen schwebte auf Wolke Sieben. Glückselig und stimmgewaltig tönte es „Hagen, meine Perle“ über das Vereinsgelände. Und das nicht nur einmal, denn als am Sonntagmorgen im Osten die Sonne aufging, wurde rund um das Sportheim immer noch gefeiert. So ganz sicher, dass der dritte Aufstiegscoup in der Vereinsgeschichte nach 1952 und 1986 tatsächlich klappen würde, waren sich vor dem Anpfiff aber selbst eingefleischte Germanen nicht. Die bekamen schon kurz nach dem Anpfiff feuchte Hände. Denn schon in den ersten zehn Minuten hatten Hagens Stürmer dreimal aus allerbester Lage nicht getroffen, sondern die Kugel über das Marienaus Tor hinweg gehämmert. Da schlug auch Trainer Dirk Sölla am Spielfeldrand die Hände über dem Kopf zusammen. Doch spätestens nach dem Sölla-Doppelpack war klar, dass es für Hagen ein Happy End gab. Selbst Ex-Vereinsboss Frank Mundhenk, der vor 25 Jahren als Spieler selbst als Kreismeister den Pott in den Himmel reckte, strahlte schon vor dem Pausenpfiff. Für „Monkey“ war klar: „Hier brennt nichts mehr an.“ Recht hatte er, auf seine Jungs war Verlass. Die spulten die zweite Halbzeit cool herunter. Zwar nicht unbedingt meisterlich, aber auf alle Fälle souverän. Vor allem Mittelfeldspieler Krisztian Majer hielt sich im zweiten Durchgang mit langen Laufwegen und kraftraubenden Zweikämpfen mächtig zurück: „Mensch, ich werde bald 30. Wenn ich mit den Youngstern beim Feiern mithalten will, muss ich meine Kräfte einteilen“, scherzte er.

Bisperodes Coach Markus Schwarz, dessen Team sich die ganze Saison über ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hagen lieferte, zollte den Germanen Respekt: „Die Jungs haben den Titel wirklich verdient.“ Der Tabellenzweite aus Bisperode beendete die Saison mit einem 5:1-Heimsieg gegen Tünderns Reserve. Für den TSV trafen Daniel Ivicic (20.), Sascha Weiner (52.), Daniel Krikunenko (75.), Dominik Fecho (90./90.+1). Oliver Insinger (77.) verkürzte zwischenzeitlich zum 3:1. Obwohl der Titel futsch ist, hat Schwarz den Aufstieg in die Bezirksliga noch nicht abgehakt. „Wir werden in der Relegation alles geben, um das Unmögliche noch möglich zu machen." Und ganz nebenbei kann Bisperode ja auch noch Kreispokalsieger werden …aro/kf

„Da ist das Ding!“ Marvin Strobl, Niklas Frye und Markus Trompa feiern mit Germania Hagen die Meisterschaft.

Foto: haje



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