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Thomas Vogt und Axel Hahn: Wenn sie aufliefen, hatten die gegnerischen Torhüter nichts zu lachen

In der Kreisliga war das Toreschießen ihr Job

Fußball. Echte Torjäger sorgten in der Kreisliga immer für mächtig Wirbel. Thomas Vogt vom TSV Hamelspringe hatte bereits von 1980 bis 1989 mit 167 Treffern die gegnerischen Torhüter in der Kreisliga Hameln-Pyrmont Woche für Woche in Angst und Schrecken versetzt. Seine Torgefährlichkeit legte er keinesfalls ab, als die Topliga des Kreises ins zweite Jahrzehnt ging. Im Gegenteil – „Boxer“, wie er auf allen Sportplätzen heute noch genannt wird, legte mit dem Toreschießen weiter kräftig nach. Als er nach 17 Jahren beim TSV Hamelspringe, dem er immer die Treue hielt, die Schuhe an den Nagel hängte, hatte er mehr als 250 Mal ins Schwarze getroffen.

veröffentlicht am 23.07.2010 um 21:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Ein Tor, an das er sich besonders gern erinnert, hätte 1995 durchaus zum „Tor des Jahres“ gewählt werden können. „Das war in Börry. Da habe ich Torwart Berger den Ball aus 60 Metern reingehauen“, schmunzelt Vogt noch heute. Eine Woche später sorgte er erneut für Schlagzeilen. Da gelang dem Vollblutstürmer ausgerechnet im Derby gegen TuSpo Bad Münder sein 222. Kreisliga-Tor. Doch „Boxer“ schoss nicht nur Tore. Er brachte sogar die Rote Laterne der Kreisliga höchstpersönlich nach Bakede, als die Friesen auf den letzten Platz gerutscht waren.

Torgefährlich, aber immer fair, so lautete stets sein Motto. „Ich habe nur einmal eine Rote Karte bekommen“, weiß er noch genau. „Und das ausgerechnet an dem Tag, als mein Sohn getauft wurde.“ Thomas Vogt, heute Trainer bei TuSpo Bad Münder, stellte gleich noch einmal klar: „Damals war eine Taufe kein Grund, bei einem Punktspiel zu fehlen.“

Ausreden gab es auch für Axel Hahn nicht, wenn es um den Fußball ging. Seine Karriere in der Kreisliga begann beim TSV Groß Berkel ebenfalls schon 1980. Doch seine mehr als 250 Treffer erzielte der typische Knipser – egal ob per Kopf oder Fuß – später auch für den HSC Hameln, mit dem er als Spielertrainer 1998 in die Bezirksklasse aufstieg und den Kreispokal in die Kampfbahn holte. Dazu legte er für die TSG Emmerthal, SV Lachem und zum Ende seiner Laufbahn als Spielertrainer bei Germania Hagen den Gegnern die Bälle ins Netz Es hätten in der Kreisliga-Statistik weitaus mehr Tore sein können, doch Hahn spielte nur 13 Jahre in der höchsten Hameln-Pyrmonter Liga. Eine Pause hat er sich dennoch nie gegönnt. Dafür war sein Name in den achtziger Jahren auf den Plätzen im Bezirk Hannover gefürchtet.

Ein klassischer Viererpack ist dem technisch versierten Fußballer, der immer noch in Hagens Altliga für Wirbel sorgt, besonders im Gedächtnis geblieben: „Der gelang mir gegen die SSG Halvestorf. Die wurden damals von Dieter Hergert trainiert. Der hat sich mächtig geärgert, denn ich war nicht unbedingt sein bester Freund.“



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