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Tanja Schultz sitzt seit 21 Jahren im Rollstuhl – und zeigt Weltklasseleistungen

Ihr Ziel sind die Paralympics 2012

Sie ist eine Kämpfernatur. „Aufgeben gibt’s nicht“, lautet die Devise von Tanja Schultz. Die 42 Jahre alte gebürtige Hamelnerin ist seit 21 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Ein Autounfall im Dezember 1988 veränderte quasi über Nacht komplett das Leben der damals 21-Jährigen. Auch als Leistungssportlerin stand die gelernte Bürokauffrau vor der Frage: aufgeben oder angreifen. Sie entschied sich fürs Angreifen. Mit bemerkenswertem Erfolg.

veröffentlicht am 12.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

Seit vielen Jahren gehört die Bogenschützin Tanja Schulz nicht nur auf nationaler Ebene zu den Besten ihrer Zunft. Auch international schlägt die in Börry lebende Sportlerin und Trainerin der Konkurrenz so manches Schnippchen. Die im Trikot der Behinderten-Sportgemeinschaft Bad Pyrmont kämpfende Athletin sammelt Medaillen und Pokale en masse. „Meine erste DM gewann ich 1996. Aber wie viele Titel ich seitdem noch geholt habe, weiß ich schon gar nicht mehr“, schmunzelt die Mutter einer 16 Jahre alte Tochter. An ihren bisher größten Erfolg erinnert sich die Bogenspezialistin natürlich noch ganz genau: „2007 haben wir mit der deutschen Mannschaft bei der WM in Südkorea die Bronzemedaille geholt. Das war der bisherige Höhepunkt meiner Laufbahn“, sagt Tanja Schultz, die auch an den Paralympics in Peking teilnahm. „Was die Chinesen 2008 auf die Beine gestellt haben, war einmalig – und wird einmalig bleiben“, schwärmt die Bogenschützin, die im Übrigen fast täglich trainiert. Sie hat optimale Bedingungen für den Übungsbetrieb, denn zu Hause im fast 800 Quadratmeter großen Garten steht eine 30-m-Bahn. „Die hat mir vor drei Jahren mein Mann gebaut“, freut sich die mehrfache deutsche Meisterin. Neben dem Schießtraining ist auch regelmäßiges Krafttraining angesagt. Schließlich beträgt das Hebegewicht ihres Bogens über dreieinhalb Kilo. „Da braucht man schon starke Arme und einen durchtrainierten Oberkörper.“

Auch im fortgeschrittenen Sportleralter von fast 43 Jahren hat die erfolgreichste Behindertensportlerin dieser Region noch ein ganz großes Ziel vor Augen. „Ich möchte mich für die Spiele 2012 in London und damit zum dritten Mal für die Paralympics qualifizieren“, sagt die sehr ehrgeizige Ex-Europameisterin, die deshalb in diesem Jahr auch fleißig Weltranglistenpunkte sammeln will.hjk



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