weather-image
11°
×

Zweiten Strafstoß pariert – Torhüter Stefan Schmidt wird zur Lebensversicherung für Preußen

„Ich wusste genau, dass ich den Elfer halte“

Fußball. Er tauchte mal wieder rein instinktiv nach links unten in seine „Schokoladenecke“ und mit einem kurzen Handstreich war das drohende Unheil schnell abgewendet. Preußen-Torhüter Stefan Schmidt zeigte einmal mehr keine Nerven, parierte kurz vor dem Ende beim 1:1 in Meppen schon den zweiten wichtigen Elfmeter in dieser Oberliga-Saison – und entwickelt sich damit immer mehr zur Lebensversicherung von 07. Zuvor hatte der 22-Jährige schon beim Hamelner 1:0-Erfolg in Bückeburg die richtige Nase gehabt und seinen Mitspielern dadurch lange Gesichter erspart. „Ich habe in Meppen genau gewusst, dass ich den halte. Außerdem war es meine Pflicht, schließlich habe ich ihn auch selbst verschuldet“, fehlt es dem Hamelner Eigengewächs gewiss nicht an Selbstbewusstsein.

veröffentlicht am 25.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Trotz seiner Großtaten bleibt Schmidt aber auf dem Teppich, wohlwissend, dass ein Schlussmann als letzte Bastion vor der Linie auch mal schlecht aussehen kann. So geschehen beim 1:2 gegen Bavenstedt, als ein dicker Patzer von ihm die Niederlage besiegelte. „Den hat er inzwischen aber schon lange wieder ausgebügelt, und wenn er diese gute Form behält, dann gibt es so schnell auch keine Torwartdiskussion mehr“, stellt Trainer Kai Oswald seiner gefühlten Nummer eins ein gutes Zeugnis aus.

Stefan Schmidt indessen ist ganz froh, dass er mit Bengt Pyka einen sportlichen Kontrahenten im Nacken hat, der ganz schön Druck macht. „Das spornt mich immer wieder an und im Moment fühle ich mich sehr gut“, will er den Posten zwischen den Preußen-Pfosten so schnell auch nicht mehr räumen und seinem Verein auch in der neuen Saison treu bleiben. „Preußen Hameln ist und bleibt für mich der erste Ansprechpartner“, macht Schmidt deutlich.

Längst vergessen ist derweil für ihn der holprige Saisonbeginn. Zunächst saß er nur auf der Bank, musste dann mal in der Zweiten ran, bekam 15 Stück in Marienau, und als er endlich wieder den Sprung ins 07-Tor geschafft hatte, sah er wegen einer Notbremse im Hinspiel gegen den VfL Bückeburg auch noch die Rote Karte. Wieder Pause, wieder Warten. Doch Stefan Schmidt kämpfte sich erneut zurück, profitierte aber davon, dass auch Konkurrent Pyka seinen Job nicht konstant fehlerfrei machen konnte.

Längst Vergangenheit ist im schnelllebigen Fußballgeschäft auch schon wieder der gehaltene Elfmeter von Meppen. Denn schon am Samstag (14 Uhr) wartet auf den 07-Schlussmann und seine Mitstreiter im Weserberglandstadion die nächste Prüfung gegen den SC Langenhagen.

Und einfach wird auch die nicht. „Wir haben rechtzeitig unser Kämpferherz wiederentdeckt und werden genau wie in Meppen auch gegen Langenhagen keinen Zentimeter Rasen freiwillig preisgeben“, ist der „Elfmeter-Killer“ sicher. Noch ein wenig weiter in die Zukunft blickt derweil Trainer Kai Oswald.

„Am Samstag ein Dreier und dann am Ostersamstag gegen den VfL Oldenburg noch einmal einen nachlegen, dann sind wir fast sicher in der eingleisigen Oberliga“, ist der 38-Jährige überzeugt.

Personell wird er nichts ändern, es sei denn „es verletzt sich noch einer im Abschlusstraining“.

Den Ball immer fest im Griff – Elfmeter-Spezialist Stefan Schmidt steht am Samstag auch gegen den SC Langenhagen im Preußen-Tor.

Foto: nls



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige