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Kickboxen: Hamelner Egzon Uka kämpft am Samstag um GBC-Gürtel

„Ich will den Titel!“

HAMELN. „Ich will den Titel“: Der Hamelner Kickboxer Egzon Uka kämpft am Samstag bei der „Fight Night 2“ im Energy Gym um GBC-Gürtel.

veröffentlicht am 14.06.2018 um 16:10 Uhr

Rückblick: 2016 kämpfte der Hamelner Egzon Uka um den deutschen Meistertitel der IKF. Trotz Niederlage sein bisher größter Kampf seiner noch jungen Karriere. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Sein größter Kampf liegt zwei Jahre zurück: 2016 kämpfte der Hamelner Egzon Uka in der Sporthalle Nord gegen Schamil Magomedov um den deutschen Meistertitel der International Kick Boxing Federation in der A-Klasse bis 72 Kilogramm. Bereits in der ersten Runde zog sich der damals 19-Jährige einen Cut über dem linken Auge zu. Trotz Schmerzen kämpfte Uka mit blutverschmiertem Gesicht weiter – bis zum Schluss. Vergeblich. „Ich habe große Ziele, die ich im Leben erreichen will“, sagte der inzwischen 21-jährige Kickboxer damals. Der deutsche Meistertitel war einer davon. Die Niederlage gegen Magomedov habe ihn noch stärker gemacht. Uka ist ein Kämpfer, der davon träumt, sein Hobby zum Beruf zu machen: „Ich gebe niemals auf. Wenn ich mir ein Ziel setze, dann werde ich es auch erreichen.“

Samstag steigt Uka wieder in den Ring – bei der „Fight Night 2“ im Energy Gym. Eine Open-Air-Veranstaltung am Hastenbecker Weg mit 15 Boxkämpfen – unter anderem kämpfen vier Kickboxer um den Titel des Global Boxing Council (GBC): Obeida Hadid, Said Hamza (beide Ji-K-One-Team), Timo Stendel (Power House Hannover) und Egzon Uka (Energy Gym Hameln). Das ist ein Turnier, der Sieger gewinnt den Gürtel. Und den will Uka diesmal unbedingt gewinnen: „Ich will den Titel“, kündigt der 21-jährige Hamelner selbstbewusst an.

Mit seinem Trainer Robert Gaub vom Energy Gym trainiert Uka nahezu jeden Tag – morgens und abends. Beide kennen sich schon seit Jahren: „Als ich 15 Jahre alt war, hat mich Robert beim Selbstverteidigungskurs in einer Schul-AG entdeckt. Damals habe ich noch bei Preussen Hameln Fußball gespielt. Als sich die Mannschaft im Sommer 2012 aufgelöst hat, fing ich bei ihm mit Kickboxen an. Robert hat mir viel beigebracht und erzogen wie einen Sohn. Ich bin ihm sehr dankbar“, sagt Uka, dessen Vater früh verstarb. „Damals war ich acht Jahre alt. Als ich Schwierigkeiten hatte, die Beiträge für den Kampfsport zu bezahlen, weil meine Mutter schwer krank war und nicht mehr arbeiten konnte, hat mir Robert geholfen und angeboten, für ihn Flyer zu verteilen, um etwas Geld zu verdienen. Ich war sehr glücklich, dass ich nicht mit dem Training aufhören musste.“ Das Energy Gym wurde sein zweites Zuhause: Als Praktikant und Mini-Jobber sammelte er als Schüler dort seine erste Berufserfahrungen und machte seinen Trainerschein. Nach seinem erweiterten Realschulabschluss ging Uka zur Handelslehranstalt, um die Fachhochschulreife mit dem Schwerpunkt Wirtschaft zu machen und fing anschließend im Energy Gym eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann an. Im August beginnt sein drittes Ausbildungsjahr. „Meine Trainings- und Arbeitszeiten kann ich gut vereinbaren“, sagt Uka. Gaub ist jetzt nicht nur sein Trainer, sondern auch sein Chef und väterlicher Freund: „Vieles, was ich gelernt habe, hat er mir beigebracht. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“

Information

Tickets an der Abendkasse

Karten für die „Fight Night 2“ am Samstag im Energy Gym (Hastenbecker Weg 90, Hameln) gibt es für 20 Euro an der Abendkass. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.



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