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Preußen-Trainer Kiene hört zum Saisonende auf / Dammeier: „Er hat hervorragende Arbeit geleistet“

„Ich sehe in Hameln keine Perspektive mehr“

Fußball (hjk). Jetzt zog auch Cheftrainer Alexander Kiene die Notbremse und kündigte seinen Ausstieg beim Oberligisten Preußen 07 zum Ende der Saison an. „Ich sehe in Hameln aufgrund der wirtschaftlichen Situation keine Perspektive mehr“, begründete der 31 Jahre alte A-Lizenz-Inhaber gegenüber der Dewezet-Sportredaktion seinen Abschied nach zweijähriger Tätigkeit. Gestern Abend um 19 Uhr informierte der Trainer die Mannschaft. Zuvor hatte er seine Entscheidung dem Vorstand mitgeteilt und die Kündigung fristgerecht eingereicht. Kienes Vertrag läuft zum 30. Juni 2009 aus. Auch Co-Trainer Christian Pförtner wird 07 nach Lage der Dinge verlassen.

veröffentlicht am 10.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

Engagiert, ehrgeizig und fachlich ein absoluter Spitzenmann: Pre

„Es gibt keine soliden Rahmendaten“

Dass der gebürtige Stadtoldendorfer Hameln den Rücken kehrt, kommt nicht überraschend. Schon zur Jahreswende hatte er in Interviews beklagt, dass es bei Preußen „keine Planung und keine wirtschaftlich soliden Rahmendaten“ gibt. „Die sind aber dringend erforderlich, damit man für die neue Saison seriös planen kann“, sagt der ehrgeizige Coach, der mit seiner Mannschaft in der Oberliga einen ausgezeichneten 11. Platz belegt. Sportlich winkt sogar der Klassenerhalt, doch ob das Team dann tatsächlich in der 5. Liga weitermacht, ist fraglich (siehe auch nebenstehenden Kommentar). Der kommissarische Vorsitzende Wolfgang Dammeier bedauert den Weggang: „Kiene hat bei uns hervorragende Arbeit geleistet.“

Der in Neustadt als Sport- und Englischlehrer arbeitende Übungsleiter hatte bei Preußen Kai Oswald zur Saison 2007/08 abgelöst. Hameln war seine erste Station als Vereinstrainer. Sein Debüt krönte er mit dem Titelgewinn in der Bezirksoberliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen: „Das war mein schönster sportlicher Erfolg.“ Alexander Kiene ist stolz auf seine Jungs: „Ich bin begeistert, wie sich die Mannschaft in diesen zwei Jahren entwickelt hat“, sagt der Trainer – und fügt hinzu: „Ich werde alles tun, damit wir den Klassenerhalt schaffen.“

Der frühere Innenverteidiger und Mittelfeldspieler (u. a. TSV Havelse, Sportfreunde Ricklingen, VfV Hildesheim) bringt ohne Zweifel alle Voraussetzungen mit, um irgendwann einmal auch eine höherklassige Mannschaft zu trainieren. So sieht es auch Kapitän Dennis Offermann, der Preußen 07 ebenfalls verlässt (wir berichteten): „Kiene arbeitet sehr akribisch und ausgesprochen professionell, ist stets hervorragend vorbereitet und macht ein sehr abwechslungsreiches Training. Von ihm werden wir in Zukunft noch einiges hören.“

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