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Trainer-Rücktritt in Wallensen: Jetzt spricht Stefan Gluba

„Ich lasse mir nicht auf der Nase herumtanzen“

Wallensen. Jeder weiß, ein Fußball-Trainer ist nur dann ein ernst zunehmender Trainer, wenn er im sportlichen Bereich auch das uneingeschränkte Sagen hat. Und genau diesen Eindruck hatte Stefan Gluba beim Bezirksligisten WTW Wallensen nun nicht mehr. Also zog er knallhart die Konsequenzen und trat noch vor dem Punktspielstart in Bückeburg zurück. Zwar plötzlich und unerwartet, aber trotzdem mit handfesten Gründen. „Ich lasse mir nicht auf der Nase herumtanzen. Sonst werde ich als Trainer doch unglaubwürdig“, spricht der bisher erfolgreichste Coach der WTW-Vereinsgeschichte auf Anfrage Klartext. Aber was war eigentlich passiert? „Wenn ich merke, dass vier Tage vor dem Start zwei Spieler über den Vorstand versuchen, Einfluss auf meinen Kompetenzbereich zu nehmen und mich dabei absichtlich übergehen, ist eine weitere Zusammenarbeit mit diesen Spielern äußerst problematisch. Bei der Aufarbeitung habe ich dann die klare Rückendeckung des Vorstandes um Sven Köhne vermisst“, begründet Gluba seine Entscheidung. Vertrauensbasis futsch, also blieb nur noch die vorzeitige Auflösung des eigentlich noch bis Juli 2017 laufenden Vertrages.

veröffentlicht am 07.08.2015 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Vorübergehend wird nun Sven Köhne, der zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen war, den Posten auf der Bank übernehmen. Ein Nachfolger von Stefan Gluba ist derweil noch nicht in Sicht. „Der Verlust ist für uns nicht leicht zu verkraften, doch wie immer werden wir gemeinsam auch das schaffen“, bleibt WTW-Sprecher Thomas Schütte aber Optimist. Trotz des Krachs geht der Trainer nicht im Zorn. „Ich habe mich hier in den fünf Jahren sehr wohlgefühlt und traue der Mannschaft in dieser Saison auch ohne mich einiges zu. Das ist bislang der stärkste Kader des WTW“, stellt Gluba fest.

Nun ist für ihn fast zwangsläufig eine kurze Verschnaufpause angesagt, doch dann will er wieder zurück ins Geschäft, denn „ohne Fußball wird es mir recht bald langweilig“. ro



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