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Ersatztorhüter Andrew Treuthardt ist nach der Rosenthal-Sperre beim VfL die neue Nummer eins

„Ich habe schon oft bewiesen, was ich kann“

Handball. Rotsünder Frank Rosenthal droht nach dem Zwischenfall beim turbulenten Auswärtsspiel in Großenheidorn eine mindestens vierwöchige Sperre. Der Stammtorwart des Oberligisten VfL Hameln wird also die nächsten Partien seines Teams als Zuschauer von der Tribüne aus verfolgen müssen. Dafür rückt jetzt die bisherige Nummer zwei, Andrew Treuthardt, zwischen den Pfosten in den Blickpunkt. Schon vor Saisonbeginn war VfL-Trainer Hajo Wulff davon überzeugt, „dass wir Andrew noch brauchen werden“. Wulff hatte recht. Nach der Rosenthal-Sperre ist Treuthardt jetzt die neue Nummer eins – vorübergehend jedenfalls. Der Trainer stärkt seinem Schützling den Rücken: „Wir haben vollstes Vertrauen zu Andrew!“ Mit dem 25-jährigen Keeper, der seit den „Minis“ das blau-weiße Trikot des Hamelner Traditionsklubs trägt, sprach unser Mitarbeiter Jürgen Kohlenberg.

veröffentlicht am 09.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

Herr Treuthardt, bislang haben Sie als Nummer zwei eher immer im Schatten gestanden. Jetzt lastet die ganze Verantwortung auf Ihnen. Wie gehen Sie mit der Situation um?

„Ich bin jetzt der erste Mann. Das bedeutet zwar automatisch auch mehr Druck. Aber insgesamt bin ich sehr optimistisch. Es ist für mich ein ganz besonderer Reiz, eine echte Herausforderung. Und ich habe ja auch schon oft genug gezeigt, was ich kann.“

Sie spielen ja schon seit frühester Kindheit für den VfL – immer im Tor. Stehen Sie jetzt vor Ihrer größten Herausforderung?

„Das kann man sicher so sagen. Ich habe die Last jetzt alleine auf meinen Schultern zu tragen. Aber ich werde in jedem Spiel von der ersten Minute an Vollgas geben.“

Wie haben Sie denn von der Bank aus die Situation gesehen, die zum Ausschluss von Frank Rosenthal führte?

„Frank hatte vorher den Ball mit voller Wucht an den Kopf bekommen. Insofern war er natürlich noch ziemlich erregt, als er den gegnerischen Spieler umgestoßen hat. Und er hat ihn ja auch nicht geschlagen. Ich finde den Ausschluss ein bisschen zu hart. Eine Rote Karte hätte es in dieser Situation auch getan. Das ist jedenfalls meine Meinung.“

Wie geht denn die Mannschaft mit der prekären Situation um?

„Klar, mit Frank fehlt uns jetzt einer unserer wichtigsten Leistungsträger. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir durch die ganze Sache jetzt alle noch näher zusammenrücken. Jeder wird noch mehr Gas geben müssen. An unserer Zielsetzung, die Meisterschaft zu gewinnen und in die dritte Liga aufzusteigen, ändert sich nichts. Wir werden in die nächsten Wochen auch für Frank spielen.“

Ihnen darf natürlich jetzt die nächsten Wochen nichts passieren. Sie dürfen sich nicht verletzten und auch nicht krank werden?

„Das stimmt. Das wäre richtig fatal. Aber meine Freundin wird schon aufpassen, dass mir nichts passiert. Es wird schon alles gut gehen. Da bin ich mir sicher.“

Nach der Rosenthal-Sperre ist Andrew Treuthardt jetzt die neue Nummer eins beim VfL Hameln – vorübergehend jedenfalls.

Foto: aro



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