weather-image
×

Gold- und Silbermedaille für Christian Senft

„Ich bin wieder topfit“

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 29.06.2010 um 15:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

Taekwondo. Zum Sieg reichte es für Christian Senft bei den Austrian Open 2010 in Innsbruck nicht ganz. Zwar hatte diesmal Marcus Keteniß aus Nordrhein-Westfalen knapp die Nase vorn. Aber enttäuscht war Senft nicht. Der 35-Jährige, der in Bad Münder Trainer des Redfire-Kampfsport-Teams ist, war auch mit Platz zwei mehr als zufrieden.

„Im vergangenen Jahr hatte ich die Austrian Open aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst“, so Senft. Die schwere Knieverletzung zog er sich im März vergangenen Jahres beim Training des Nationalteams zu. Es folgte eine Operation am linken Knie – und eine lange Verletzungspause. „2009 war für mich persönlich aufgrund des Verletzungspechs ein sehr schwieriges Jahr. Jetzt bin ich aber wieder topfit“, versichert Senft, der beim Poomsae zu den besten seiner Zunft gehört.

Doch was ist Poomsae überhaupt? „Unter dem Begriff versteht man vorgeschriebene Bewegungsabläufe im Taekwondo – eine Art Kampf gegen einen imaginären Gegner.“ Die Techniken werden so ausgeführt, dass sie Reaktionen auf Angriffe mehrerer Gegner darstellen. Die Übungen sind auch ein wichtiger Bestandteil der Gürtelprüfungen. In Innsbruck traf sich bereits zum sechsten Mal die Crème de la Crème dieser Sportart: „Die Austrian Open waren fast so gut besetzt wie eine Europameisterschaft“, sagt Senft, der in der Bundesrangliste zurzeit Zweiter ist – hinter Marcus Keteniß.

Schon als Schüler entdeckte Senft seine Leidenschaft für den asiatischen Kampfsport, der in seiner Jugendzeit durch Bruce-Lee- und Jackie-Chan-Filme auch in seinem Freundeskreis immer populärer wurde. „Ich bin jetzt schon seit 25 Jahren dabei“, sagt Senft, der bei den Austrian Open nicht der einzige einheimische Sportler im international stark besetzten Starterfeld war.

Auch Selina Bartling war am Start und gewann Silber.

Die Hamelner Gymnasiastin musste sich lediglich der Vize-Europameisterin Jennifer Weiß geschlagen geben. „In ihrer Altersklasse zählt Selina zu den hoffnungsvollsten Talenten, die wir in Deutschland haben“, sagt Senft, der in der „Königsdisziplin“ Synchronlauf an der Seite von Patrick Brock und Michael Kilian sogar Gold holte.

Auch die Bilanz des restlichen Redfire-Teams konnte sich laut Senft sehen lassen: Patrick Brock und Carina Hergesell erreichten das Halbfinale im Einzel, Alexander Böttinger und Fabian Kentsch das Finale der männlichen Jugend. Im Synchronlauf der Damen wurde das Redfire-Trio (Selina Bartling, Carina und Bianca Schönemeiern) nach einem Patzer im Finale „nur“ Siebter.

Volle Konzentraion: Christian Senft vom Redfire Kampfsportteam aus Bad Münder in Aktion.

Foto: privat



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt