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Wasserball: Hamelner SV steigt nach 10:6-Heimsieg gegen Lehrte in die Oberliga auf

„Ich bin total stolz auf meine Jungs“

HAMELN. Sie haben es geschafft: Die Hamelner Wasserballer steigen nach dem 10:6-Heimsieg gegen Lehrte in die Oberliga auf.

veröffentlicht am 10.09.2017 um 13:40 Uhr
aktualisiert am 10.09.2017 um 14:20 Uhr

Wurfgewaltig: Der Hamelner Yannick Rose trug sich zweimal in die Torschützenliste ein. Foto: nls
aro

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Es regnete aus Kübeln, aber das „Fritz-Walter-Wetter“ war für Hamelns Wasserball-Trainer Steffen Knippertz „ein gutes Omen“.

Beim ehemaligen Bundesligaspieler und Junioren-Nationalspieler wurden Erinnerungen an das Jahr 2010 wach, als er mit dem Hamelner SV in die 2. Bundesliga aufstieg. Der bisher größte sportliche Erfolg der Wasserballer in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Auch vor sieben Jahren regnete es in Strömen – wie am Freitagabend. Damals war Knippertz der Top-Torjäger des HSV, 2015 kehrte er als Trainer zu seiner alten Wirkungsstätte zurück – und mit ihm der Erfolg. Als Knippertz den Trainerjob in Hameln übernahm, fristete der HSV ein Schattendasein in der 2. Bezirksliga und funkte als Tabellenvorletzter SOS. Mit Knippertz als Trainer tauchte der HSV aus der Versenkung wieder auf.

Nach der Meisterschaft 2016 machten die Hamelner Wasserballer jetzt mit einem 10:6-Heimsieg gegen den Lehrter SV den zweiten Aufstieg in Folge perfekt und melden sich in der Oberliga zurück. „Ich bin total stolz auf meine Jungs“, sagte Knippertz, der nach der zwischenzeitlichen Durststrecke (drei Niederlagen in Serie) schon nicht mehr für möglich gehalten hatte. Doch am letzten Spieltag war plötzlich die Chance da, aus eigener Kraft als Tabellendritter doch noch aufzusteigen. Weil Meister TuS Syke nicht aufsteigen wollte und der Tabellenzweite Spvgg. Laatzen III nicht aufsteigen durfte. Um an Union Hannover vom Aufstiegsplatz zu verdrängen, mussten die Hamelner mit zwei Toren Unterschied gewinnen.

Nach dem 10:6 gegen Lehrte hatte der HSV im Vergleich zu den punktgleichen Hannoveranern gerade einmal das um zwei Tore bessere Torverhältnis. „Das hat Nerven gekostet“, war Kippertz nach dem Spiel fix und fertig, denn seine Mannschaft drohte im Schlussviertel die klare 10:3-Führung zu verspielen. „Beim Stand von 10:6 habe ich eine Auszeit genommen. Meinen Wutausbruch hat man bestimmt noch im Weserbergland-Stadion gehört.“ Die Hamelner retteten den Vier-Tore-Vorsprung über die Zeit und feierten den Bronze-Platz wie den Gewinn der Meisterschaft. „Jetzt wollen wir auch in der Oberliga eine gute rolle spielen“, kündigte Knippertz an. Der erste Zugang für die neue Saison steht schon fest: Aus Herford kommt Marlon Breukel. Der 22-jährige Center „ist eine echte Verstärkung für uns“, sagte Knippertz, der nach der Regenschlacht gegen Lehrte nass bis auf die Unterhose war. „Die ist inzwischen aber wieder trocken.“

Information

SV Hameln 13

Merlin Kleinert, Adrian Beutner, Julian Schillig, Finn Müller, Luka Müller (2), Lennart Laes, Sascha Schneider, Igor Golubkov, Dominic Grünert, Robert Rose (3), Niklas Renner (3), Yanick Rose (2), Jan Grünert, Daniel Funk, Torben Lakemeinen, Maximilian Kaiser

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