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Beachvolleyball: Philipp Bergmann und Yannick Harms starten Welttournee / Ziel: Tokio 2020

Hohe Olympia-Hürde

HAMELN. Die Hamelner Beachvolleyball-Profis Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen sich für Olympia 2020 in Tokio qualifizieren – aber die Konkurrenz ist groß.

veröffentlicht am 28.09.2018 um 00:00 Uhr

Erst China, dann USA: Gut gelaunt starten Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms (TC Hameln) ihre Welttournee. Foto: privat
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die Wettkampfpause nach dem Gewinn der Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand war kurz: Nur 28 Tage nach dem bisher größten Erfolg ihrer Beachvolleyball-Karriere starten Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms beim 3-Sterne-Turnier in Qinzhou (China) schon wieder in die neue Saison. Die beiden Nationalspieler des TC Hameln haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen sich für Olympia 2020 in Tokio qualifizieren – aber die Konkurrenz ist groß.

Bis Mittwochmittag trainierten Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms noch unter der Regie von Cheftrainer Martin Olejnak und Herren-Bundestrainer Eric Koreng am Olympiastützpunkt in Hamburg. Anschließend ging es für die beiden Beachvolleyballer mit gepackten Koffern direkt weiter zum Flughafen. Sie stiegen in den Flieger und jetteten über Amsterdam und Peking nach Qinzhou (China), wo ab Sonntag (30. September) bereits die neue Saison der Beachvolleyball-Weltserie mit einem 3-Sterne-Turnier beginnt. Für Bergmann und Harms ist Qinzhou nur eine Zwischenstation, denn im Anschluss geht es direkt weiter zu den 4-Sterne-Turnieren nach Yangzhou (China/10. bis 14. Oktober) und Las Vegas (USA/17. bis 21. Oktober). Bei den drei Turnieren geht es um die ersten Punkte für die Olympia-Qualifikation.

In Qinzhou sind Bergmann und Harms an Position vier gesetzt. Und auch in Yangzhou haben die Weltranglisten-37. einen Startplatz im Hauptfeld sicher. Das ist laut Bergmann eine sehr gute Ausgangsposition: „Das erspart uns die Qualifikationsspiele, die immer sehr viel Kraft und Nerven kosten.“

Die Hamelner haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen es unbedingt schaffen, sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren. Dass es schwer wird, wissen auch Bergmann und Harms: „Wir haben sicher nur eine kleine Chance, aber die wollen wir auf jeden Fall gemeinsam nutzen.“ Die beiden Nationalspieler des TC Hameln glauben an sich und ihre Olympia-Chance. Aber Niclas Hildebrand, Sportdirektor der deutschen Beachvolleyballer, hat offenbar Zweifel. Bei Julius Thole und Clemens Wickler sowie Nils Ehlers und Lars Flüggen „sehen wir Potenzial, dass sie sich sehr stark entwickeln. Das sind die beiden Teams, die wir stärker in den Fokus nehmen“, sagte Hildebrand vor dem Start der Olympia-Qualifikation gegenüber dem Internetportal beachvolleyball.de. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, weiß, was das bedeutet. Obwohl Bergmann/Harms in der Rangliste aktuell hinter Thole/Wickler die Nummer zwei in Deutschland sind, sind sie in den Planungen des Sportdirektors nur die Nummer drei – „mit einem anderen Fokus“. Was auch immer das konkret bedeutet.

Der Konkurrenzkampf ist groß, denn nur zwei deutsche Herrenteams dürfen 2020 in Tokio starten. Wer eins der heiß begehrten Olympia-Tickets ergattern will, muss entweder im nächsten Jahr bei der WM in Hamburg Weltmeister werden, 2020 den European Continental Cup gewinnen oder bei einem Extra-Qualifikationsturnier mit den besten 15 Teams (nur eins pro Nation) bis ins Finale kommen. Oder sich eben über die Weltrangliste direkt qualifizieren. Da bei dem Olympia-Ranking die zwölf besten Turnierergebnisse der World Tour und kontinentalen Titelkämpfe (bspw. EM) von September 2018 bis Juni 2020 gewertet werden, müssen Bergmann/ Harms auf ihrer Welttournee fleißig punkten, um in der Weltrangliste möglichst weit nach oben zu klettern.

Für 2019 sind erst einmal die Top 25 das Zwischenziel. Um das zu erreichen, wäre für Bergmann/Harms ein guter Saisonstart wichtig, bevor die Beach-Boys im November erst einmal vier Wochen Pause machen wollen.

Wir haben sicher nur eine kleine Chance, aber die wollen wir auf jeden Fall gemeinsam nutzen.

Philipp Arne Bergmann, Beachvolleyball-Nationalspieler aus Hameln


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