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Hamelns „junger Wilder“ über seine sportliche Entwicklung und die Ziele mit Oberligist VfL

Höltje: „Ich stelle mich der Drucksituation“

Seit 15 Jahren für den VfL Hameln im Einsatz: Der 21-jährige Torben Höltje zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen beim derzeitigen Tabellenzweiten der Handball-Oberliga.

veröffentlicht am 31.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:41 Uhr

Foto: nls

Handball (jko). Der knallharte Winter hinterlässt jetzt auch in der Halle seine Spuren. So sagte der MTV Eyendorf die für Samstagabend angesetzte Partie beim VfL Hameln ab, weil die katastrophalen Straßenverhältnisse der Anreise der Gäste einen Strich durch die Rechnung machten. Die Partie wird jetzt neu angesetzt. So hatten Spieler und Trainer kurzfristig frei. Torben Höltje, einer aus der Garde von Wulffs „jungen Wilden“ beim VfL, nahm sich die Zeit für ein Gespräch mit unserem Mitarbeiter Jürgen Kohlenberg.

Torben Höltje, Sie sind zwar erst 21 Jahre alt, aber eigentlich schon ein „Urgestein“ beim VfL?

Ich habe quasi den Handball mit in die Wiege gelegt bekommen und 1994 bereits als Sechsjähriger angefangen. Mein Vater, meine Mutter und auch mein Opa haben auch alle schon beim VfL Hameln gespielt. Also blieb mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als diese Tradition fortzusetzen. Und es hat sich für mich gelohnt. Ich bin da gelandet, wo ich hinwollte. Und ich habe durch den Handball viele Freunde gefunden.

Das ist aber nicht alles, es gibt ja nicht nur den Spieler Höltje?

Das stimmt. Ich trainiere jetzt auch schon im fünften Jahr zusammen mit Roland Schwörer die D-Jugend. Auch das macht mir sehr viel Spaß.

Sie haben schon auf Linksaußen, auf Halblinks und im mittleren Rückraum gespielt, sind also flexibel einsetzbar. Welches ist denn ihre Lieblingsposition?

Am liebsten spiele ich zentral. Die Flexibilität kam eigentlich zwangsläufig. Als ich aus der Jugend in den Herrenbereich kam, war es klar, dass man erst einmal langsam herangeführt wird und so eher auf der Außenposition zum Einsatz kam. Zunehmend kamen dann aber mehr Spielanteile und somit auch die – in Anführungszeichen – verantwortungsvolleren Positionen hinzu. Insgesamt bin ich mit meiner Entwicklung sehr zufrieden. Ich bekomme mehr Einsätze und muss auch Verantwortung übernehmen, indem mich Trainer Hajo Wulff zum Siebenmeterwerfer bestimmt hat.

Wie gehen Sie denn mit der Drucksituation um?

Ich finde das super, dass der Trainer mir dieses Vertrauen entgegen bringt. Ich übernehme auch gerne Verantwortung und stelle mich der Drucksituation. Auch wenn man schon mal im Boden versinken möchte, wenn man gerade vor eigener Kulisse einen Siebenmeter verballert.

Wie wichtig ist denn der Trainer Hajo Wulff für die Mannschaft?

Gerade für uns junge Spieler ganz, ganz wichtig. Er kann gut mit uns umgehen, geht auf uns ein, kann leiten, gibt uns Vertrauen und Aufgaben und hilft uns, unsere Potenziale zu wecken. Und das alles wohldosiert. Im Gegenzug wollen wir auch versuchen, dieses Vertrauen zurückzugeben. Die Resultate sieht man ja auch. Ob an mir, an David Emmel, an Marcel Engelhard oder auch an Rasmus Meier, wir haben uns alle verbessert.

Mit Lukas Krings ist jetzt noch ein Spieler hinzugekommen, der ebenfalls im mittleren Rückraum zu Hause ist. Ist er ein Konkurrent, der Ihnen Spielanteile nimmt?

Nein, auf keinen Fall. Zum einen belebt Konkurrenz das Geschäft, zum anderen ist Lukas ein absoluter Gewinn für unsere Mannschaft. Durch ihn eröffnen sich jetzt für uns im Angriff ganz andere Möglichkeiten, wir können auf den einzelnen Positionen noch mehr wechseln und die Gegner vor neue Aufgaben stellen. Und wie schon gesagt, ich kann auch auf anderen Positionen spielen.

Saisonziel ist die Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga. Ist die 3. Liga aus sportlicher Sicht denn machbar?

Zunächst einmal bin ich überzeugt, dass wir unser Ziel mit harter Arbeit packen können und Lehrte noch abfangen. Wir stehen jetzt vor den Wochen der Wahrheit. Sollte es am Ende klappen, ist die Regionalliga eine riesige Herausforderung, zumal die Staffel durch die Reform noch stärker wird. Aber wir wollen uns der Herausforderung gerne stellen. Es ist das Ziel eines jeden Sportlers, so hoch wie möglich zu spielen.

Was macht der Handballer Torben Höltje privat und beruflich?

Ich studiere in Hannover Maschinenbau, bin in meiner Freizeit gerne mit Freunden unterwegs und spiele auch mal Badminton und Tennis.



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