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Hamelns Basketball-Chef Heinrich Lassel spricht über die Situation beim VfL und seine Zukunft als Abteilungsleiter

„Herr Lassel, haben Sie schon ans Aufhören gedacht?“

Basketball. Mit drei Niederlagen in Folge starteten die Regionalliga-Basketballer des VfL Hameln in die Rückrunde. Vor dem schweren Auswärtsspiel beim Bürgerfelder TB (heute, 19 Uhr) sprachen Napoléon Gérard Bistron und Julian Alexander-Christian Koch mit Teammanager Heinrich Lassel über die Situation beim VfL.

veröffentlicht am 29.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

Herr Lassel, müssen die Fans um den Klassenerhalt bangen? Der VfL ist nach drei Niederlagen in Folge ja nur noch vier Punkte von der Abstiegszone entfernt.

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Wir haben zuletzt einige Spiele gegen sehr starke Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel sehr unglücklich verloren. Beim Heimspiel gegen Bremerhaven mussten wir uns erst in der Verlängerung geschlagen geben, obwohl uns mit Zans Grobinsch einer unser Leistungsträger verletzungsbedingt gefehlt hat. Das zeigt, welches Potential in der Mannschaft steckt.

Ist Grobinsch wieder fit?

Zans hat zwar noch Schmerzen im Fuß, aber er will auf die Zähne beißen, weil er gegen Bürgerfelde unbedingt spielen will.

Zuletzt spielten einige Leistungsträger, wie zum Beispiel Jakob Faas, unter ihren Möglichkeiten. Täuscht der Eindruck?

Jakob hat große Probleme mit seinen Knien. Es ist klar, dass ein Spieler, der mit Schmerzen spielt, nicht seine Topleistung bringen kann. Ich kann meinen Jungs insgesamt keinen Vorwurf machen. Sie haben immer bis zum Umfallen gekämpft. Aber am Ende hat uns auch das Qäntchen Glück gefehlt.

Auffällig ist die Schwäche bei den Rebounds, weil die anderen Teams dem VfL oft körperlich überlegen sind.

Uns fehlt unter dem Korb ein großer Center, das stimmt. Aber selbst ein vergleichsweise kleiner Spieler wie Michael Albers erkämpft sich trotzdem viele Bälle. Das kostet aber viel Kraft.

Sie haben vor fast 40 Jahren die Basketballsparte aus der Taufe gehoben. Haben Sie schon einmal ans Aufhören gedacht?

Klar gab es ab und zu auch Momente, in denen ich mich gefragt habe, wie es weitergehen soll. Ans Aufhören habe ich nie gedacht, weil ich meinen Verein nicht im Stich lassen wollte. Ich bin jetzt aber 60 Jahre alt. Langsam muss ich mir einen Nachfolger suchen, damit ich mehr Zeit für meine Frau habe.

Wer soll denn in Ihre Fußstapfen treten?

Ich würde mir von ganzem Herzen wünschen, dass mein Sohn Nicu mein Lebenswerk fortführt. Aber solange Nicu Trainer ist, braucht er jemanden, der ihm den Rücken freihält. Schließlich hat er ja auch noch einen Beruf, den er nicht vernachlässigen darf.

Napoléon Gérard Bistron und Julian Alexander-Christian Koch im Gespräch mit Hamelns Basketball-Chef Heinrich Lassel.

Foto: nls



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